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Fondsperformance : HPM Timing-Global-Plus-Fonds auf Trendsuche

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Ein Plus von 55,2 Prozent im vergangenen Jahr verhalf dem „Timing-Fonds“ von HPM in die Hitlisten der Branche. Momentan aber stagniert die Entwicklung.

          2 Min.

          Es sind nicht nur die Hedge-Fonds, die in einer Baisse Geld verdienen können. Denn er im Jahr 2002 auf den richtigen Sektor setzte, der konnte auch mit Fonds gutes Geld verdienen. Vor allem mit denen, die sich auf Gold spezialisiert haben. Denn sie profitieren nicht nur von der aktuellen Risikoabneigung der Anleger, sondern direkt natürlich vom steigenden Goldpreis und indirekt, von den steigenden Kursen bei Goldminenwerten.

          Neben den Goldfonds schnitten auch einige Rentenfonds respektabel ab und der HPM Timing-Global-Plus-Fonds mit der Wertpapierkennnummer 764933. Er hat im Jahr 2002 satte 55,2 Prozent zugelegt, während der Dax im selben Zeitraum knapp 44 Prozent nachgab. Der Fonds verdankt diese außergewöhnliche Performance seiner Spekulation auf fallende Kurse. Anfang Juni machten die Shorts - es handelte sich dabei um Verkaufsoptionen - 70 Prozent des Fondsvermögens aus.

          Profitable Nutzung kurzfristiger Trends

          Das ist seine Strategie. Er versucht, kurzfristige Trends ausfindig zu machen und darauf zu setzen. Dazu nutzt er nicht nur die traditionellen Instrumente wie Aktien und Anleihen, sondern auch Optionen - soweit es das Reglement zulässt. Je nach Richtung, auf die er setzen will, kauft er Kauf- oder Verkaufsoptionen. Und zwar möglichst lang laufende so genannte „deep-in-the-money“-Kontrakte, bei denen der Zeitwertverlust nicht zu stark ins Gewicht fällt.

          War Fondsmanager Henry Littig in der ersten Hälfte des vergangenen Jahres sicher, dass es mit den Kursen nach unten geht, so ist er jetzt um so unsicherer. Er hat sich so positioniert, dass er sowohl von steigenden als auch fallenden Kursen leicht profitieren müsste. Auf alle Fälle will er aber größere Verluste vermeiden. Und das zeigt auch die Performance seines Fonds. Denn die hat er im Wesentlichen in der ersten Hälfte des vergangenen Jahres erzielt. Seit Juli bewegt sich der Wert mehr oder weniger seitwärts.

          „Markttechnisch ist momentan alles möglich“

          „Markttechnisch ist momentan alles möglich“, sagt Littig. Er sieht sich in einem Dilemma. „Zum einen bin ich der Meinung, dass Dax und Dow historisch nach wie vor überbewertet sind. Das heißt, aus langfristiger Sicht neigen wir dazu Aktien zu shorten. Kurz- bis mittelfristig besteht allerdings deutliches Aufwärtspotenzial durch eine mögliche Verbesserung der Nachrichtenlage bezogen auf wirtschafts- und reformpolitische Silberstreife, die in den kommenden Wochen am Horizont erscheinen könnten“, erläutert er. Vor allem der Irakkonflikt berge unter dem Strich ein enormes Haussepotenzial, da sich der Markt emotional schon seit geraumer Zeit auf den Ernstfall eingestellt habe. Ein glimpflicherer Ausgang des Konflikts würde daher sehr wahrscheinlich steigende Kurse mit sich bringen.

          Im Moment hat er 20 Prozent des Kapitals von mittlerweile knapp 100 Millionen Euro in Anleihen mit AAA-Rating investiert. 50 bis 60 Prozent in Aktien, unter anderem in Goldminen und Rohstoff orientierte Werte in den USA und Australien. Der Anteil von Optionen liegt unter zehn Prozent.

          Bleibt zu hoffen, dass Littig bald wieder neue Trends identifiziert. Denn sonst kann es passieren, dass sein Produkt bald nicht mehr in den Ranglisten der „besten Fonds“ auftaucht. Ganz billig ist es auch nicht, seine Dienste in Anspruch zu nehmen. Der Fonds nimmt eine Erfolgsbeteiligung von 18 Prozent, die auf den Wertzuwachs berechnet werden. Aber diese sind in den genannten Performancezahlen bereits enthalten. Der Ausgabeaufschlag liegt bei fünf Prozent und die jährliche Verwaltungsgebühr beträgt 1,9 Prozent.

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