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Fondsmanager : Die nächste Generation von Querdenkern

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Bild: F.A.Z.

Die Legenden unter den Fondsmanagern sind nicht mehr die Jüngsten. S&P präsentiert eine Liste von jüngeren Managern, die ihren eigenen Weg gehen, um ihre Rivalen zu übertreffen.

          Wenn man sich eine Liste von Aktienfonds mit erstklassiger Wertentwicklung ansieht, trifft man bei deren Managern auf altbekannte Namen, darunter Kenneth Heebner, Chuck Royce oder John Calamos. Sie alle waren bei ihrem Handeln gegen die jeweils vorherrschende Marktmeinung erfolgreich.

          Die meisten dieser legendären Fondsmanager sind jedoch nicht mehr die Jüngsten: Royce war bereits Vermögensverwalter, bevor die Beatles nach Amerika kamen, und Heebner begann seine Laufbahn, als amerikanische Soldaten in Vietnam landeten. Daher stellt sich die Frage, wie es um die nächste Generation viel versprechender Fondsmanager bestellt ist.

          Die subjektive Liste

          Mit einfachen Auswahlkriterien dürfte sich der Kenneth Heebner von morgen allerdings schwerlich aufspüren lassen. „Es kommt vielmehr darauf an, die Strategie des Managers zu durchschauen, um zu erkennen, wer die Dinge wirklich anders anpackt“, sagt Russel Kinnel, Leiter der Fondsanalyse bei Morningstar. Um die Querdenker von morgen zu finden, haben wir informelle Umfragen unter Experten und Managern der Fondsbranche durchgeführt, Registrierungsanträge neuer Fonds ausgewertet und die Erfolgsbilanzen von Fondsmanagern während ihrer Tätigkeit bei verschiedenen Arbeitgebern analysiert.

          Heraus kam eine hochgradig subjektive Liste von Fondsmanagern, die ihren eigenen Weg gehen, um ihre Rivalen zu übertreffen. Wir sparten diejenigen aus, die bereits allgemein bekannt sind, mit Branchenpreisen ausgezeichnet wurden oder erst vor kurzem von uns näher vorgestellt wurden, etwa John Schneider vom Touchstone Large Cap Value Fund und Jerry Jordan vom Jordan Opportunity Fund.

          Hinzu kommt natürlich die bekannte Tatsache, dass Wertentwicklungen in der Vergangenheit keine Garantie für zukünftige Erträge sind, und der eine oder andere viel versprechende Manager bereits von der Bildfläche verschwunden ist. Ein von mehreren Analysten genannter Kandidat - Darren Maupin, Manager bei Fidelity Investments - kehrte dem Unternehmen (und dem Fondsgeschäft) im Dezember den Rücken. Es versteht sich übrigens von selbst, dass Anhänger der Effizienzmarkttheorie kostengünstige Indexfonds vorziehen sollten.

          Zachary Liggett

          Als Co-Manager des Utopia Growth Fund arbeitete Zachary Liggett in den vergangenen fünf Jahren in der als Urlaubsziel beliebten Kleinstadt Traverse City (Michigan). Der 33jährige ist der Aktienexperte unter den drei Managern der Financial & Investment Management Group, die sich anfangs der Vermögensverwaltung wohlhabender Familien widmete und erst 2005 ihren ersten Investmentfonds auflegte.

          Auf der Suche nach den Spitzenfonds der zurückliegenden fünf oder zehn Jahre wird man Utopia demnach nicht finden, was angesichts der von Ligget auch auf den Fonds übertragenen glänzenden Erfolgsbilanz bedauerlich ist. Über einen Zeitraum von fünf Jahren erzielten seine wachstumsorientierten Investments im Schnitt eine jährliche Wertsteigerung nach Gebühren von 17 Prozent und übertrafen damit den Aktienindex S&P-500 um mehr als vier Prozentpunkte pro Jahr.

          „Mit Rationalität hat diese Entwicklung schon lange nichts mehr zu tun“

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