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Fondsgesellschaften : DIT-Fondsvermögen deutlich gesunken

  • Aktualisiert am

Hofft auf bessere Geschäfte: DIT-Chef Markus Riess Bild: Andreas Pohlmann / STOCK4B

Für den Deutschen Investmenttrust (DIT) war 2001 kein einfaches Jahr. Nettomittelaufkommen, Fondsvermögen und Marktanteil sind gesunken.

          Die Fondsgesellschaft Deutscher Investmenttrust (dit) hat 2001 hat wegen der schwachen Kapitalmärkte einen deutlichen Geschäftsrückgang verzeichnet. Das verwaltete Fondsvermögen des zur Dresdner Bank gehörenden dit sei auf 46 Milliarden Euro von 51,6 Milliarden Euro im Vorjahr zurückgegangen, sagte der Sprecher der dit-Geschäftsführung, Markus Rieß, am Montag in Frankfurt.

          Für 2002 sei er verhalten optimistisch, sagte Rieß weiter. Zum einen erwarte er eine Konjunkturerholung. Zum anderen gehe die Integration der einzelnen Einheiten der Vermögensverwaltung unter dem Dach des Allianz Dresdner Asset Managements gut voran, was unter anderem die Vertriebsmöglichkeiten erweitere. Rieß geht nach eigenen Angaben davon aus, dass die Fondsgesellschaft Allianz KAG im zweiten Halbjahr auf den dit verschmolzen wird. Der Versicherungskonzern Allianz hat die Dresdner Bank im vergangenen Jahr übernommen.

          Gesunkener Marktanteil

          Der Marktanteil von dit sank den Angaben zufolge 2001 auf 12,5 Prozent nach 13,6 Prozent im Vorjahr. Das Nettomittelaufkommen der dit-Gruppe sei auf 1,4 Milliarden Euro von 6,6 Milliarden Euro gefallen. Bei Aktienfonds verzeichnete der dit 2001 Nettomittelabflüsse in Höhe von 600 Millionen Euro. Der Aktienfondsanteil am Fondsvermögen sei auf 48 von 60 Prozent gesunken. Die Anleger hätten risikoärmere Investments wie Geldmarkt- und geldmarktnahe Fonds bevorzugt, sagte Rieß. Bei diesen Anlageformen habe der dit einen Nettomittel-Zufluss von 2,1 Milliarden Euro verzeichnet.

          Seit Jahresbeginn habe das Unternehmen netto neue Mittel in Höhe von rund 600 Millionen Euro eingesammelt, sagte Rieß weiter. Bei den Aktienfonds sei ein Zufluss von rund 160 Millionen Euro zu verzeichnen gewesen. Allerdings stünden vor allem Geldmarktfonds weiter im Mittelpunkt des Anlegerinteresses.

          „Ich glaube schon, dass die Skepsis (der Anleger) durchaus noch bis weit in das nächste Jahr hinein anhalten könnte", sagte Rieß. „Dennoch werden uns die Märkte schon im laufenden Jahr - keine exogenen Schocks vom Umfang und der Tragweite der Ereignisse vom 11. September vergangenen Jahres vorausgesetzt - wieder freundlichere Nachrichten bringen."

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