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Fondsbericht : Rentenfonds wählen Asien und Schwellenländer

Bild: F.A.Z.

Gleich zwei Fonds von Franklin Templeton liegen an der Spitze der Rentenfonds mit stabiler Wertentwicklung. Tatkräftige Hilfe leistet dabei unter anderem der südkoreanische Won.

          Unter den Rentenfonds mit stabilem Ertrag gibt es einen neuen Spitzenreiter. Nach dem Vergleich, den das Fondsanalysehaus Lipper regelmäßig für die FAZ erstellt, hat der Templeton Global Total Return A der amerikanischen Fondsgesellschaft Franklin Templeton am besten abgeschnitten.

          Alexander Armbruster

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft Online.

          Er erzielte eine kumulierte Rendite von 63,5 Prozent während der vergangenen drei Jahre und alleine in den vergangenen 12 Monaten eine von 36,4 Prozent.

          Spekulation auf den Won

          Der Fonds darf in Anleihen auf der ganzen Welt anlegen und hat nach eigenen Angaben zuletzt (Stand 31. Juli) 6,5 Prozent des ihm anvertrauten Anlegergeldes in eine südkoreanische Staatsanleihe gesteckt, die im Juni des Jahres 2012 auslaufen wird.

          Mit einem Anteil von 13,7 Prozent hat der Fonds sogar mehr Geld in Schuldtiteln südkoreanischer Emittenten angelegt als in Schuldtiteln amerikanischer Emittenten. Damit ist der Fonds auch eine Spekulation auf die Entwicklung des südkoreanischen Won.

          Rund 70 Prozent des gut 10 Milliarden Dollar großen Fondsvermögens ist in Staatsanleihen investiert. Fondsmanager Michael Hasenstab äußerte jüngst in einem Gespräch, dass er nach Schuldtiteln in Staaten mit einer vergleichsweise geringer Verschuldung suche und in denen eine hohe Wahrscheinlichkeit bestehe, dass die kurzfristigen Zinsen steigen - üblicherweise wertet dann nämlich die Währung dieser Länder auf, was bei einem Rücktausch etwa in Dollar den Gewinn steigert.

          Unterschiedliche Zielsetzungen

          Für Hasenstab ist der errungene erste Platz in unserem Fondsvergleich jedoch auch mit einem weinenden Auge verbunden. Denn bereits den letzten Vergleich führte ein von ihm gemanagter Fonds an, der in der aktuellen Rangliste den zweiten Platz belegt: der Templeton Global Bonds.

          Er erbrachte während der vergangenen drei Jahre eine kumulierte Rendite von 58 Prozent. Im direkten Vergleich weißt der Fonds indes das bessere Risikoprofil auf. Seine Sharpe-Ratio - eine klassische Kennzahl, die den erzielten Ertrag in Beziehung zum eingegangenen Schwankungsrisiko setzt - beträgt 1,34 und liegt etwas über der des Templeton Global Total Return mit 1,27.

          Der Unterschied zwischen den beiden Templeton-Fonds liegt übrigens in der Zielsetzung. Während der Global Bond besser sein soll als ein breit gefasster Rentenmarkt-Index, soll der Total Return unabhängig vom Marktumfeld eine positive Rendite für Anleger abwerfen.

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