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Fondsbericht : Luxusmarken machen Fondsanleger glücklich

  • -Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Zwei Aktienfonds aus der Schweiz rücken in die Spitzengruppe auf. Beide setzen auf den Erfolg der Hersteller von Luxusgütern. Ihr Favorit ist die Aktie des Uhrenfabrikanten Swatch.

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          Zwei Produkte sind neu in unsere Rangliste der Aktienfonds mit der besten Wertentwicklung eingerückt. Sie sind auf hochwertige Konsumgüter spezialisiert. Der Credit Suisse Equity Fund (Lux) Global Prestige legt seinen Fokus auf Unternehmen, die im Geschäft mit Juwelen, Schmuck, Uhren, Mode, Automobil, Kosmetik, Spirituosen und Hotels aktiv sind.

          Der Julius Bär EF Luxury Brands wählt nach Angaben der schweizerischen Fondsgesellschaft Swiss & Global Asset Management „führende Luxusunternehmen mit herausragenden Marken und qualitativ hochwertigen Produkten aus, die zudem kontinuierlich um Innovationen bemüht sind“.

          Swatch, Dunhill und Cartier

          Unsere Rangliste, die das Fondsanalysehaus Lipper regelmäßig für diese Zeitung berechnet, wählt die 30 Aktienfonds mit der besten Wertentwicklung in den vergangenen drei Jahren aus. Mit einer kumulierten Rendite von knapp 50 Prozent liegt der Credit-Suisse-Fonds auf Rang 18 und das Julius-Bär-Produkt mit einer etwas geringeren Wertsteigerung von 48 Prozent auf Rang 20.

          Nicht nur in ihrer Ausrichtung ähneln sich die beiden Fonds, sondern auch in ihren Portfolios. Beide sind stark in Aktien des Uhrenherstellers Swatch engagiert. Nun ist der Fabrikant der Plastikuhren nicht im Luxussegment aktiv. Doch die Marke ist gut eingeführt und global stark präsent.

          Ganz auf das Luxussegment dagegen ist der Uhrenhersteller Richemont ausgerichtet, der sich ebenfalls unter den größten Aktienpositionen der beiden Fonds findet. Richemont ist mit Marken wie Chloé, Van Cleef & Arpels, Alfred Dunhill, Piaget, IWC, Jaeger-LeCoultre oder Vacheron engagiert.

          Wer vom Markenportefeuille der Compagnie Financière Richemont noch nicht hinreichend tief beeindruckt ist, dem seien außerdem die Namen Cartier, Lange & Söhne, Lancel, Azzedine Alaia und Montblanc genannt. In Hongkong besitzt Richemont den Modehersteller Shanghai Tang.

          In keinem Fonds, der auf Luxusaktien spezialisiert ist, fehlt der französische Konzern LVMH, wobei das Kürzel LV für den Fabrikanten edler Taschen Louis Vuitton steht und MH für Cognac- und Champagnerhersteller Moët Hennessy. Einen Umsatz von gut 17 Milliarden Euro erzielt der Konzern mit seinen mehr als 60 verschiedenen Luxusmarken. Im laufenden Jahr schluckte LVMH das italienische Luxusunternehmen Bulgari.

          Die Credit Suisse, die ihre Anleger im Internet etwas detaillierter informiert als Swiss & Global Asset Management, nennt unter den größten Aktienpositionen zudem Titel wie Christian Dior, L'Oréal, Hermès, Hugo Boss, Tiffany, Daimler und Polo Ralph Lauren.

          Asiaten wollen Marken

          Damit entsprechen die beiden Fonds dem Ansatz, den viele Portfoliomanager für vielversprechend halten: Unternehmen mit großer Preissetzungsmacht, die auf eine starke Marke aufbauen und global präsent sind, haben auf den Aktienmärkten derzeit gute Chancen. Hinzu kommt, dass jene Bevölkerungsschichten in den Entwicklungsländern, die zu Geld gekommen sind, überaus markenbewusst sind.

          So wird dem Weingut Lafite Rothschild in Bordeaux, das leider nicht börsennotiert ist, die Produktion aus den Händen gerissen. Aber auch Louis Vuitton leidet darunter, dass die Taschen von hochspezialisierten Fachleuten in Handarbeit hergestellt werden und die Produktion nicht beliebig ausgeweitet werden kann.

          Allerdings ist auch bei Fonds, die in hochwertige Konsumgüter investieren, die Konkurrenz groß. Im März war noch der Robeco Global Consumer Trends Equities in unserer Rangliste vertreten. Dieses Mal hat er es nicht unter die besten 30 Aktienfonds geschafft. Das muss jedoch nicht bedeuten, dass der Fonds schlecht geworden wäre. Das Gedränge unter Aktienfonds mit der besten Wertentwicklung ist zurzeit besonders groß.

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