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Fondsbericht : Geduldsprobe für Aktienfonds-Anleger

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Bild: F.A.Z.

Dem allgemeinen Abwärtstrend konnten sich bisher nur kleine Nischenmärkte entziehen. Auch der stärkere Dollar griff so manchem Fonds unter die Arme. Die DWS hofft aber auf eine Verdoppelung der Aktienindizes, wenn alles wieder besser wird.

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          Anleger, die in Aktienfonds investiert haben, werden derzeit einer harten Geduldsprobe unterzogen. Im vergangenen Jahren waren Verluste von 40 Prozent und mehr der Normalfall. Fondsmanager mit einem Fokus auf europäische Aktien agierten in diesem Umfeld schon sehr erfolgreich, wenn sie diese Verluste auf 20 bis 30 Prozent begrenzen konnten.

          Lediglich in dem kleinen Marktsegment der Biotechnologieaktien war über die vergangenen Monate etwas zu holen gewesen - getrieben von einigen Übernahmeangeboten, erfolgreichen klinischen Tests und guten Zwischenergebnissen.

          Vorteile für Dollar-Fonds

          Dadurch konnten einige Anlagespezialisten auf diesem Gebiet in unsere Rangliste mit Aktienfonds vordringen, die sich über die vergangenen drei Jahre durch eine geringe Schwankungsanfälligkeit des Anteilspreises bei einer gleichzeitig überdurchschnittlichen Wertentwicklung ausgezeichnet haben. Dem Eeaton Vance Emerald Worldwide Health Sciences Fund gelang sogar das Kunststück, über die vergangenen zwölf Monate einen Wertzuwachs von knapp 10 Prozent zu erwirtschaften. Allerdings half dabei auch die wiedergewonnene Stärke des Dollar etwas nach. Die Fondsanteile sind in der amerikanischen Währung aufgelegt.

          Trotz der Verwerfungen in den vergangenen Monaten sind deutsche Anleger im europäischen Vergleich ihren Aktienfonds vergleichsweise treu geblieben. Nach der zu Beginn dieser Woche vorgelegten Absatzstatistik des europäischen Fondsbranchenverbandes Efama zogen Anleger 2008 europaweit 161 Milliarden Euro aus Aktienfonds ab. In Luxemburg als europäischem Fondsumschlagplatz sowie in Spanien, Italien und Frankreich bewegten sich die Anteilsrückgaben im zweistelligen Milliardenbereich. Das deutsche Geschäft verlief dagegen mit einem Mittelabfluss von 2 Milliarden Euro in geradezu geordneten Bahnen.

          Klaus Kaldemorgen, Geschäftsführer der größten deutschen Publikumsfondsgesellschaft DWS und einer der profiliertesten Aktienfondsmanager hierzulande, stellte in dieser Woche immerhin einen Lohn für die erwiesene Treue in zwei bis drei Jahren in Aussicht. Wenn die globale Wirtschaft wieder auf die Füße komme und die Aktienmärkte bei schlechten Unternehmensnachrichten nicht mehr automatisch fielen, sei eine Verdoppelung der führenden Aktienindizes vom derzeitigen Niveau aus möglich, sagte er auf der Jahrespressekonferenz. Kurzfristig sollten die Kurse aber weiter stark schwanken und an den Nerven der Anleger zehren.

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