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Fondsbericht : Fokus auf Werterhalt zahlt sich aus

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Bild: F.A.Z.

In der Krise zahlt sich eine konservative Anlagestrategie aus: Mischfonds, die ihren Fokus auf den Kapitalerhalt legen, konnten Boden gutmachen. Doch nur 28 Fonds erfüllen derzeit die Auswahlkriterien.

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          Mischfonds, die ihren Fokus auf den Kapitalerhalt legen, konnten in der Finanzkrise an Boden gutmachen. An der Spitze unserer Tabelle der Mischfonds mit geringem Verlustrisiko nehmen sie eine immer prominentere Stellung ein. Aktuell erfüllen nur 28 Fonds die Kriterien des Fondsanalysehauses Lipper, so dass die Tabelle nur 28 statt wie sonst 30 Fonds umfasst.

          Ganz vorne rangiert mittlerweile der Generali Aktiv Mix Vario Select, ein ausdrücklich auf Werterhalt ausgerichteter Fonds. Mit einer Rendite von knapp 14 Prozent auf Sicht von drei Jahren lässt er alle anderen Fonds dieser Kategorie hinter sich. Der Generali-Fonds - mit einem Volumen von 62 Millionen Euro ein eher kleineres Produkt - investiert maximal 25 Prozent seiner Mittel in riskante Vermögensklassen wie Aktien. Der Großteil wird im Geldmarkt und in europäischen Anleihen angelegt.

          Verdienen mit Bundesanleihen

          „Wir sind derzeit wieder auf sehr hohe Volatilitäten am Markt gefasst und deshalb risikoavers positioniert“, sagt Fondsmanager Andreas Voß. Deshalb gehe das Fondsmanagement derzeit eher kurzfristige Positionen ein. „Vor zwei Wochen haben wir zehnjährige Bundesanleihen gekauft, weil uns die Notierungen doch arg zurückgekommen erschienen“, sagt Voß. „Die Position konnten wir mittlerweile mit höheren Gewinnen verkaufen, als am Geldmarkt in einem Jahr verdient werden.“

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          Auch am Pfandbriefmarkt seien in diesem Jahr bereits hohe Gewinne erzielt worden. Seit Jahresbeginn liegt der Fonds etwa 3,5 Prozent im Plus. Da Verluste für den Anleger auf Sicht von einem Jahr tunlichst vermieden werden sollen, fährt das Fondsmanagement fortan eine risikoaverse Linie, um unter allen Umständen zumindest ein Jahresplus von 1,8 Prozent zu verteidigen. Das äußerst schwierige Kapitalmarktjahr 2008 schloss der Fonds mit einem Minus von 0,7 Prozent ab. Die Aktienquote beträgt derzeit 15 Prozent. Abgebildet wird hier der Aktienindex Euro Stoxx 50.

          Alternative Geldmarkt

          Auf Platz zwei unserer Rangliste rangiert ebenfalls ein Fonds, für den Substanzerhalt oberste Priorität hat (Total-Return-Ansatz). Viele Fonds dieser Art konnten ihr Versprechen im Jahr 2008 nicht einhalten. Der CAAM Funds Dynarbitrage Volatility C Cap erzielte hingegen ein Plus von 6,5 Prozent. Seit Jahresanfang beträgt der Wertgewinn knapp 2 Prozent.

          Rund die Hälfte des Fondsvermögens von gut 800 Millionen Euro legt das Team von Crédit Agricole Asset Management (CAAM) sehr konservativ im Geldmarkt an. Darüber hinaus werden Wandelanleihen gekauft - zuletzt zum Beispiel eine von Arcelor-Mittal mit fünf Jahren Laufzeit. Zudem versucht der Fonds mit Spekulationen auf Volatilitäten Geschäfte zu machen. Ziel ist es, den Euro-Tagesgeldzinssatz Eonia auf Jahressicht um 2 Prozent zu übertreffen.

          Ein dritter Fonds mit Absolute-Return-Ansatz ist der derzeit auf Rang 7 positionierte Uniqa Total Return A. Positive Erträge unabhängig von der Marktlage sollen durch die Investition in Aktien (global) und Euro-Anleihen erzielt werden. Auf Sicht von drei Jahren kam so eine Rendite von 10 Prozent zustande.

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