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Fondsbericht : Ein Dachfonds mit ETF auf dem zweiten Rang

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Bild: F.A.Z.

Mischfonds bieten eine große Bandbreite. Je nachdem, wie groß der Anleihenanteil im Portfolio ist, werden sie vom Fondsanalysehaus Lipper als „konservativ“, „ausgewogen“ oder „flexibel“ eingestuft.

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          Mischfonds zählen zu den schwierigsten Fondsprodukten, weil die Vielfalt der Anlagestile derart groß ist. Da gibt es Mischfonds, die einen vermögensverwaltenden Ansatz verfolgen. Zu diesen zählt beispielsweise der aktuelle Spitzenreiter in unserer Rangliste der 30 besten Mischfonds mit stabilem Ertrag, der Carmignac Patrimoine der Pariser Fondsboutique Carmignac Gestion.

          Solche Fonds versuchen sich so zu verhalten, wie es auch ein guter Vermögensverwalter tun würde. Die Fondsmanager vermögensverwaltender Mischfonds versuchen, einen optimalen Mix aus Aktien und Anleihen zu finden, und sind durchaus bereit, dazu einen Teil des Fondsvermögens als Kasse zu halten, wenn die Umstände auf den Kapitalmärkten dies aus ihrer Sicht erfordern.

          Konservativ, ausgewogen, flexibel

          Daneben berücksichtigt das Fondsanalysehaus Lipper, das wöchentlich unsere Ranglisten erstellt, unter den Mischfonds auch Fonds, die sich weder den klassischen Renten- oder Aktienfonds zuordnen lassen. Dabei spielen in der Lipper-Klassifizierung die Risikoklassen eine große Rolle.

          So firmieren in unserer aktuellen Rangliste als „konservativ“ Fonds wie der Degussa-Bank Universal Rentenfonds oder der Deka Euroland Balance. Sie haben stets einen Anleihenanteil von mehr als 65 Prozent, während der Aktienanteil bei weniger als 35 Prozent liegt.

          Als „ausgewogen“ gilt ein Fonds, wenn er zwischen 35 und 65 Prozent seines Vermögens in Anleihen anlegt und 35 bis 65 Prozent in Aktien. Dies gilt in unserer Rangliste beispielsweise für Pictet Piclife P, der eine solche Strategie in Schweizer Franken verfolgt. Er ist derzeit zu 40 Prozent in Aktien investiert und zu 60 Prozent in Anleihen.

          Als „flexibel“ stuft Lipper einen Mischfonds ein, wenn der Fondsmanager, unabhängig von festen Vorgaben, frei entscheiden kann, wie stark er in Aktien oder in Anleihen investieren will. Deshalb finden sich in diesem Anlagesegment vermögensverwaltende Fonds wie der Carmignac Patrimoine, allerdings auch Fonds wie der ETF-Dachfonds P, der mit einem anderen Ansatz den zweiten Platz in unserer Rangliste belegt.

          Flexibel in Fonds investierend

          Der ETF-Dachfonds P wurde von der Veritas Investment Trust in Frankfurt aufgelegt und ist erstmals in unserer Rangliste vertreten, die auf einer Analyse der Wertentwicklung der vergangenen drei Jahre basiert. Da der Fonds Anfang April 2007 aufgelegt wurde, erfüllte er bisher nicht die Voraussetzungen für die Aufnahme in unseren Fondsvergleich.

          Der ETF Dachfonds P investiert ausschließlich in börsengehandelte Indexfonds (Exchange Traded Funds oder ETF). Anders als herkömmliche Investmentfonds versuchen ETF nicht, ihren Referenzindex zu übertreffen, sondern sollen ihn so genau wie möglich abbilden. Der ETF-Dachfonds von Veritas kann dabei völlig frei den Anteil von Renten-ETF und Aktien-ETF zwischen null und 100 Prozent variieren.

          Deshalb stuft Lipper dessen Anlagestrategie als „flexibel“ ein, während die Fondsanalysten von Morningstar die Strategie dieses ETF-Dachfonds als „aggressiv“ bezeichnet. Lipper wiederum bezeichnet jene Fonds als „aggressiv“, die stets eine Aktienquote von mehr als 65 Prozent und eine Anleihequote von weniger als 35 Prozent halten. Nicht nur Fonds unterscheiden sich in ihren Stilen, sondern auch Fondsanalysten.

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