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Fondsbericht : Doppelmonarchie unter den Mischfonds

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Bild: F.A.Z.

Zwei österreichische Fondsboutiquen führen mit ihren Produkten die Rangliste der Mischfonds mit geringem Verlustrisiko an. Absolute-Return nach mathematischen Modellen aus der Alpenrepublik scheint aufzutrumpfen.

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          In diesem Frühjahr haben die Favoriten unter den besten Mischfonds mit geringem Verlustrisiko gewechselt. Die beiden Wiener Fondsboutiquen C-Quadrat und Ariqon übernahmen die Führung. Der C-Quadrat Arts Total Return Balanced führt nun die Liste mit einer Wertentwicklung von 21,7 Prozent in den vergangenen drei Jahren an, dicht gefolgt vom Ariqon Konservativ mit einer Rendite von 20,9 Prozent. Diese knappe Differenz liegt im Zufallsbereich - in den Renditen, wie sie das Fondsanalysehaus Lipper berechnet, sind die Kosten berücksichtigt.

          Die beiden Fonds teilen mehr als ihre Herkunft. So werden beide nach einem Absolute-Return-Ansatz geführt. Dabei lässt sich der Fondsmanager nicht relativ zu einer Referenz, beispielsweise einem Aktienindex, messen. Er strebt unabhängig vom Auf und Ab der Kapitalmärkte einen stets positiven Ertrag an.

          Auch in guten Zeiten gut

          Das Vorurteil, dass Anleger dies in guten Zeiten stets mit weniger Rendite bezahlen müssen, widerlegt der C-Quadrat-Fonds. Besonders in den vergangenen zwölf Monaten ging die Rendite steil nach oben - um mehr als 30 Prozent. Dabei verfolgen beide Spitzenreiter einen quantitativen Ansatz: Mit mathematischen Modellen versucht der Fondsmanager, Trends auf den Märkten zu identifizieren und diesen zu folgen.

          Zudem handelt es sich bei beiden Produkten um Dachfonds, die nicht direkt in Aktien oder Anleihen investieren, sondern überwiegend in andere Fonds. Und schließlich sind beide Fonds derzeit stark in Anleihen aus den aufstrebenden Schwellenländern und in Unternehmensanleihen engagiert. Der C-Quadrat-Fonds beispielsweise darf nur bis zu 50 Prozent in Aktienfonds investieren, kaufte zuletzt aber stark Rentenfonds, die in Unternehmensanleihen der Schwellenländer anlegen.

          PSM sticht mit Risikominimierung

          Diese Fonds wiesen bei hohem Risiko zuletzt eine starke Wertentwicklung auf. Auch in seiner Allokation ähnelt der Ariqon Konservativ seinem Widersacher: Er ist aktuell zu 51 Prozent in Unternehmensanleihen engagiert und zu 27 Prozent in Schwellenländer. Dank dieser vielen Gemeinsamkeiten herrschen die beiden Österreicher als Doppelmonarchen über diese Fondskategorie. Allerdings sind die Renditen der Vergangenheit kein Garant für die Zukunft.

          Dass eine strikte Risikominimierung auch mit Erfolg belohnt wird, zeigt der PSM Value Strategy, den die PSM Vermögensverwaltung GmbH Langen v.d. Goltz & Dr. Prinz in München über die Universal Investment aufgelegt hat. Er ist erstmals in unserer Rangliste vertreten trotz eines Aktienanteils von weniger als 10 Prozent und einer klaren Übergewichtung von kurzfristigen Staatsanleihen bester Bonität: Deutschland, Frankreich und Finnland zum Beispiel.

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