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Fondsbericht : Die DWS reüssiert mit zwei Rentenfonds

  • -Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Nicht jede Fondsgesellschaft hat in jeder Anlagekategorie den gleichen Ruf. Und nicht immer ist, was in einer Rangliste auftaucht, für jeden Anleger geeignet.

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          Die DWS, die Fondsgesellschaft der Deutschen Bank, hat sich einen Namen vor allem als Aktienhaus gemacht. Dazu haben die beiden Fondsmanager Klaus Kaldemorgen und Henning Gebhardt maßgeblich beigetragen. Nun gewinnt auch das Rentenfondsmanagement unter der Führung von Asoka Wöhrmann an Profil.

          So haben es die beiden Fonds DWS Vorsorge Rentenfonds 15Y und DWS Vorsorge Rentenfonds 10Y in unsere Rangliste der 30 besten Rentenfonds mit stabilem Ertrag geschafft. In den vergangenen drei Jahren kommen diese kumuliert auf eine Rendite von 27 Prozent für Anleihen mit 15 Jahren Laufzeit und von 23,5 Prozent für Anleihen mit 10 Jahren Laufzeit.

          Wichtig ist, was in eine Statistik eingeht

          Privatanleger sollten diese beiden Fonds jedoch nicht kaufen. Sie sind Bausteine für Produkte zur privaten Altersvorsorge der DWS. Diese Rentenfonds sollen nicht mehr als die Rendite von Bundesanleihen abbilden. Fällt diese, steigt der Wert dieser Fonds. Doch wenn die Renditen an den Rentenmärkten in die Höhe gehen wie in den vergangenen sechs Monaten, fallen die beiden Fonds zurück.

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          Somit sind diese Produkte nicht typisch für Wöhrmanns prägende Hand. Doch die Fonds, die er seit seinem Amtsantritt vor gut zwei Jahren aufgelegt hat, sind noch zu jung, um sich für unsere Rangliste zu qualifizieren. Denn das Fondsanalysehaus Lipper berücksichtigt nur Fonds, die mindestens drei Jahre alt sind.

          Templeton erwirbt sich auch bei Rentenfonds Ruf

          Eine ähnliche Wende in der öffentlichen Wahrnehmung ist zuvor schon der amerikanischen Fondsgesellschaft Franklin Templeton gelungen. Auch diese wurde viele Jahre vornehmlich mit Aktienfonds in Verbindung gebracht, vor allem mit dem Templeton Growth, den es seit mehr als 56 Jahren gibt und der auf ein Fondsvolumen von zuletzt 18 Milliarden Dollar (rund 13 Milliarden Euro) kam.

          Lange wurde Franklin Templeton deshalb vor allem als Anbieter von Aktienfonds wahrgenommen. Doch mit dem Templeton Global Total Return und dem Templeton Global Bond ist der Fondsgesellschaft der Sprung ins Segment der Rentenfonds gelungen. Die beiden von Michael Hasenstab verwalteten Fonds sind zudem wahre Schwergewichte. Der Global Bond kommt auf ein Fondsvermögen von knapp 37 Milliarden Dollar, der Total Return auf 14,5 Milliarden Dollar. Seit Monaten liefern sich die beiden Fonds ein Kopf-an-Kopf-Rennen an der Spitze unserer Rangliste der besten Rentenfonds mit stabilem Ertrag.

          Fidelity tut sich schwer

          Wie schwer sich eine einmal erreichte Wahrnehmung ändern lässt, zeigt sich bei der amerikanischen Fondsgesellschaft Fidelity. Diese profitierte lange vom Erfolg des Aktienfonds Fidelity European Growth. Doch nach der Finanzkrise und einigen schmerzhaften Wechseln im Fondsmanagement hat der Fonds an Glanz verloren. Der Sprung in Rentenfonds dagegen wollte Fidelity bisher nicht gelingen. Der größte Rentenfonds, den Fidelity in Deutschland vertreibt, ist der Fidelity US High Yield Fund mit einem Volumen von 5,8 Milliarden Dollar. Dieser fiel gegen Ende vergangenen Jahres aus unserer Rangliste heraus.

          Da mag es Fidelity trösten, dass sich die Perspektiven von Rentenfonds in den vergangenen Monaten verdüstert haben. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen ist seit dem Spätsommer 2010 spürbar gestiegen, was vielen Rentenfondsmanagern Einbußen in der Rendite brachte.

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