https://www.faz.net/-gvf-14na6

Fondsbericht : Dachfonds überzeugen mit hohen Renditen

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ.NET

Mischfonds werden in Deutschland immer beliebter. 95 Milliarden Euro haben Anleger mittlerweile in diese Anlageklasse investiert. Doch die meisten Mischfonds enttäuschen auf Sicht von drei Jahren - zumindest risikobereinigt.

          2 Min.

          Die Anlageklasse der Mischfonds findet in Deutschland immer mehr Anklang. 95 Milliarden Euro haben Anleger mittlerweile in diese Anlageklasse investiert. Nur Aktienfonds mit 182 Milliarden Euro und Rentenfonds mit 149 Milliarden Euro verwalten noch mehr Anlegergeld. Alleine in diesem Jahr sind Mischfonds unter dem Strich 3,4 Milliarden Euro an neuen Mitteln zugeflossen. Überboten wird dies nur von Aktienfonds, denen netto 11,3 Milliarden Euro zugeflossen sind.

          Doch die Rendite der Mischfonds lässt in den meisten Fällen zu wünschen übrig. In unserer Rangliste der Mischfonds mit geringem Verlustrisiko verfügen nur sieben Fonds über eine positive Sharpe-Ratio.

          Nur sieben von 30 sind risikobereinigt erfolgreich

          Damit haben nur sieben der 30 Fonds auf Sicht von drei Jahren eine höhere Rendite erzielt als eine sichere Anlage am Geldmarkt. Die Finanzkrise und die damit verbundenen hohen Kursverluste am Aktienmarkt haben einigen Mischfonds gründlich die Rendite verhagelt. Auf die vorderen Plätze der Rangliste haben sich nun einige Dachfonds geschoben. Dachfonds sind Fonds, die in andere Fonds investieren. Das Risiko wird dadurch breiter gestreut. Dafür sind die Gebühren oft überdurchschnittlich hoch.

          Bild: FAZ.NET

          Auf Platz eins unserer Rangliste liegt der Ariqon Konservativ (WKN AT0000615836) mit einer Rendite von 19 Prozent in drei Jahren, knapp 17 Prozent davon alleine im vergangenen Jahr. Der Dachfonds der österreichischen Gesellschaft Ariqon ist derzeit mit mehr als der Hälfte des Fondsvermögens in Fonds für Unternehmensanleihen investiert. Größte Positionen sind zwei Fonds, die in Anleihen von Unternehmen mit schwacher Bonität investieren. Diese liefern bei höherem Risiko meist auch eine höhere Rendite als Anleihen von Unternehmen mit guter Bonität. Der Fonds ist jedoch völlig frei, in das gesamte Bonitäts- und Laufzeitspektrum der globalen Anleihemärkte zu investieren. Darüber hinaus kann er auch in Geldmarktfonds investieren, was derzeit einen Anteil von knapp 7 Prozent des Fondsvolumens ausmacht, und auch Investitionen in Immobilienaktien stehen dem Fondsmanagement offen. Fondsanleger zahlen eine jährliche Verwaltungsgebühr von bis zu 1,5 Prozent.

          Ertrag gegen Risiko

          Die beste Rendite binnen eines Jahres unter den Mischfonds mit geringem Verlustrisiko hat - mit einem Plus von gut 17 Prozent - der Best Invest Bond Satellite der Landesbank Berlin erzielt (WKN DE0005319909). Das von der Weberbank beratene Fondsmanagement ist derzeit zu rund drei Vierteln in Anleihefonds investiert und hält etwa 20 Prozent Kasse. Unter den größten Positionen finden sich einige Indexfonds, vornehmlich für Unternehmensanleihen. Aber auch Wandelanleihefonds sind im Portfolio. Die jährliche Verwaltungsgebühr beträgt aktuell ein Prozent. Insgesamt kommt der Fonds auf Sicht von drei Jahren jedoch nur auf einen Wertzuwachs von knapp 7 Prozent und damit Rang 24 der Rangliste. Denn im vergangenen Jahr verbuchte er Wertverluste von 8 Prozent.

          Auch auf die kurzfristige Sicht von sechs Monaten liegt mit dem BBBank Kontinuitaet Union ein Dachfonds mit einem Plus von 10 Prozent an der Spitze der Rangliste (WKN DE0005314231). Der von Union Investment gemanagte Fonds der Badischen Beamtenbank (BBBank) investiert mindestens die Hälfte der Kundengelder in Fonds von Union Investment, der Fondsgesellschaft der Volks- und Raiffeisenbanken. Aktuell sind rund 60 Prozent des Fondsvolumens in Rentenfonds investiert, 19 Prozent in Aktienfonds und 12 Prozent in Immobilienfonds. Der Aktienanteil darf 25 Prozent nicht übersteigen. Der Fonds wird daher als mäßig riskant und damit der zweitniedrigsten von fünf Risikostufen zugeordnet. Die jährliche Verwaltungsgebühr beträgt 1,25 Prozent.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Kaufen oder mieten? : Ehestreit ums Eigenheim

          Ob Betongold wirklich glücklich macht, entscheiden auch die eigenen Ansprüche. Wenn die bei einem Paar weit auseinanderklaffen, muss es genau abwägen, was Freiheit und Sicherheit wert sind.
          Imame beten in Köln. Von nun an wird der Nachwuchs auch in Deutschland in deutscher Sprache ausgebildet.

          F.A.Z. Frühdenker : Imamausbildung auf Deutsch startet

          In Osnabrück nimmt das neue Islamkolleg seine Arbeit auf. Die NATO betrachtet Russland als Gefahr. In Deutschland wird über die Maskenpflicht gestritten. Und die DFB-Elf spielt gegen Frankreich. Der F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.