https://www.faz.net/-gvf-13kd6

Fondsbericht : China-Fonds belegen die vorderen Plätze

Bild: F.A.Z.

Es gibt kein Drumherumreden: China-Fonds führen derzeit die Ranglisten der besten Aktienfonds an. Immerhin kann sich der DWS Deutschland als bester Fonds für deutsche Aktien plazieren.

          2 Min.

          Aktienfonds mit Schwerpunkt China dominieren unsere Rangliste der Aktienfonds mit hoher Rendite, aber vergleichsweise stabilem Ertrag. Gleich die ersten sechs Plätze werden von Fonds mit einem Schwerpunkt auf chinesische Aktien eingenommen, viele weitere profitieren zumindest von einem Übergewicht in der Anlageregion China.

          Daniel Mohr

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Mit Abstand bester Fonds ist mittlerweile der Allianz RCM China (Isin LU0348825331) mit einer Rendite von 66 Prozent in drei Jahren. Auch binnen eines Jahres liegt der Fonds mit einem Wertzuwachs von gut 20 Prozent unangefochten an der Spitze. Fondsmanagerin Christina Chung hat es durch geschickte Aktienauswahl verstanden, entsprechende Vergleichsindizes deutlich zu schlagen. Zu der überdurchschnittlichen Wertentwicklung trugen zum Beispiel die Titel des Immobilienunternehmens China Resources Land, der Hong Kong Exchange, von Comba Telecom und des Sportartikelherstellers China Dongxiang bei.

          Spanische und deutsche Ausnahmeerscheinungen

          Neben den China-Fonds und jenen mit dem Schwerpunkt in Schwellenländern finden sich aber auch einige weniger andere Fonds auf der Rangliste. So profitierte der Spanien-Fonds von State Street Global Advisors (Isin FR0000018376) von der guten Kursentwicklung der hoch gewichteten Bankaktien Santander und BBVA in den vergangenen Monaten.

          Bild: F.A.Z.

          Als einziger Fonds, der sich auf deutsche Aktien konzentriert, hat es der DWS Deutschland auf die Rangliste geschafft (Isin DE0008490962). Fondsmanager Tim Albrecht gelingt es, eine weit bessere Wertentwicklung zu erzielen als der deutsche Aktienmarkt insgesamt. Auf Sicht von drei Jahren wird der Fonds in der Rangliste mit einer Rendite von 10,5 Prozent ausgewiesen, der Dax ist in diesem Zeitraum um knapp 10 Prozent gefallen.

          Flexibilität ist Trumpf

          Albrecht kann flexibel in deutsche Aktien investieren. „Meist habe ich etwa 70 Prozent Dax-Werte im Portfolio“, sagt Albrecht. Bei der Auswahl der Aktien bevorzugt er Unternehmen mit einer soliden Bilanz. „Diese Aktiengesellschaften haben genug Luft und Stärke, um auch eine längere Krisenphase durchzustehen“, sagt Albrecht. „Wir gehen davon aus, dass sie gestärkt und mit Marktanteilsgewinnen aus der Krise hervorgehen.“

          Besonderes Augenmerk legt Albrecht auf Unternehmen, die in Nischen aktiv sind, dort allerdings Weltmarktführer sind und mit ihrer dominanten Position über Preismacht verfügen und so attraktive Gewinnmargen erwirtschaften können. Als Beispiel nennt er mit KSB einen Pumpen- und Armaturenhersteller aus Frankenthal bei Ludwigshafen. Der Aktienkurs hat sich seit März mehr als verdoppelt. Der Titel ist mittlerweile mit gut 4 Prozent nach Siemens, Eon und Bayer die viertgrößte Position im Fonds.

          „Wir haben in der Nähe der März-Tiefs einige Nebenwerte günstig eingekauft“, sagt Albrecht und erklärt damit die überdurchschnittliche Wertentwicklung des Fonds, den er verwaltet. „Außerdem haben wir die VW-Vorzugsaktien statt der Stämme im Fonds und nahe am Tief die Aktien der Deutschen Bank und der Aareal-Bank gekauft.“ Der Fonds kommt auf ein Volumen von gut 400 Millionen Euro. Die jährliche Verwaltungsgebühr beträgt 1,4 Prozent.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Kritisierte Meuthens Rede als „spalterisch“: der Vorsitzende der Bundestagsfraktion und AfD-Ehrenvorsitzende Alexander Gauland

          AfD-Parteitag : Gauland schlägt zurück

          Für seine Kampfansage an die Radikalen muss der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen heftige Kritik einstecken. Fraktionschef Alexander Gauland rügt Meuthens Rede als „Verbeugung vor dem Verfassungsschutz“ – dabei müsse die AfD gegen diesen „kämpfen“.

          Pressefreiheit in Frankreich : Macrons Doppelmoral

          Es ist gut, dass der französische Präsident Karikaturen gegen Zensurversuche im Namen der „politischen Korrektheit“ verteidigt. Doch er wäre glaubwürdiger, wenn er die Pressefreiheit nicht an anderer Stelle selbst einschränken würde.
          Kaum zu glauben: Marco Reus unterliegt mit der Borussia gegen Köln.

          Überraschende BVB-Pleite : Dortmunder Debakel gegen Krisenklub

          Mit einem Sieg hätte die Borussia an der Bundesliga-Tabellenspitze Druck auf den FC Bayern machen können. Stattdessen unterliegt der BVB dem abgeschlagenen 1. FC Köln. Erling Haaland vergibt in der Nachspielzeit eine Großchance.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.