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Fondsbericht : Allianz schickt vier Produkte in die Spitzengruppe

  • -Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Der Rentenfonds von Allianz Global Investors rückt auf Rang eins vor. Überhaupt ist die Allianz mit ihren Gesellschaften häufig vertreten.

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          Pimco dürfte für die Allianz Fluch und Segen zugleich sein. Ein Segen, weil sich die kalifornische Fondsgesellschaft als einer der einflussreichsten Verwalter von Rentenfonds auf der Welt etabliert hat. Dazu hat maßgeblich ihr Fondsmanager Bill Gross beigetragen, dessen Wort auf den internationalen Anleihemärkten Gewicht hat wie sonst vielleicht nur das der Präsidenten der großen Notenbanken. Ein Fluch, weil Pimco im Geschäft mit Rentenfonds so hell strahlt, dass die übrigen Produkte aus dem Reich der Allianz leicht im Schatten von Pimco stehen.

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          Doch nun hat sich ein Wechsel unter den Rentenfonds mit geringem Verlustrisiko ergeben. Zwei Fonds, die auf Unternehmensanleihen ausgerichtet sind, führten bei der letzten Auswertung des Fondsanalysehauses Lipper unsere Rangliste an. Doch der Schroder ISF Euro Corporate Bonds und der Oyster European Corporate Bonds mussten ihre Spitzenposition an den Allianz Rendite Extra abgeben. Dieser wird von Allianz Global Investors verwaltet und ist klar auf den Euro ausgerichtet. Anleihen aus dem Euroraum machen derzeit rund 104,9 Prozent des Fondsvermögens aus, Dollar-Anleihen liegen bei minus 7,2 Prozent, übrige Währungsgebiete bei plus 2,3 Prozent.

          Viele Gesellschaften heißen Allianz

          Die Plus- und Minus-Positionen ergeben sich daraus, dass Anleihen hauptsächlich über die Terminmärkte gehandelt werden, wo Anleger über Terminkontrakte auf fallende Zinsen wie auch auf steigende setzen können. Die Minus-Position bei Dollar-Anleihen bedeutet, dass der Fondsmanager unter dem Strich Verkäufer ist.

          Das Fondsgeschäft des Allianz-Konzerns ist für Außenstehende etwas unübersichtlich geordnet. Da sind zum Beispiel jene Gesellschaften, die Investmentfonds verwalten. Das wären Pimco für Anleihen und RCM für Aktien. Doch bei dieser klaren Aufteilung wollte es Pimco nicht belassen und expandierte ins Aktiengeschäft. Dann ist da noch Allianz Global Investors, die ursprünglich aus dem DIT, der Fondsgesellschaft der mittlerweile verschwundenen Dresdner Bank, bestand. Im Zuge des Verkaufs der Dresdner Bank an die Commerzbank übernahm die Allianz zusätzlich die Fondsgesellschaft der Gelben, Cominvest. Diese ging inzwischen in Allianz Global Investors auf.

          Allianz Global Investors in Frankfurt ist jedoch nicht nur der Vertriebsarm für die Fonds von Pimco und RCM, sondern verwaltet zudem eigene Investmentfonds, so auch die von Cominvest, die nach der Übernahme übrig geblieben sind. Wann und ob überhaupt der Allianz-Konzern sein Fondsgeschäft neu ordnet, ist ungewiss. Zudem scheint dieses Gewirr unter Versicherern nicht unüblich zu sein. Auch der französische Versicherungskonzern Axa hat ein verzweigtes Geflecht an Fondsgesellschaften angesammelt.

          Unternehmensanleihen laufen weniger gut

          Das muss kein Nachteil sein. Denn in der Summe hat es der Allianz-Konzern gleich mit vier Produkten unter die 30 besten Rentenfonds mit geringem Verlustrisiko geschafft. Neben dem Allianz Rendite Extra sind drei Produkte der Marke Pimco dabei - mit jeweils anderen Strategien. So hat der Allianz Pimco Europazins nur gut zwei Drittel des Fondsvermögens in Euro angelegt und knapp 30 Prozent in britischen Pfund. Der Allianz Pimco Euro Rentenfonds ist seinerseits zu 80 Prozent in Euro-Anleihen engagiert, zu etwa 16 Prozent in Dollar-Anleihen und zu gut 4 Prozent in britischen Pfund.

          Mit Unternehmensanleihen fahren manche Fondsmanager derzeit weniger gut. So erlitten die beiden auf Unternehmensanleihen ausgerichteten Fonds von Schroder und Oyster sowohl für die vergangenen sechs Monate als auch für die vergangenen zwölf Monate Wertverluste. Auf Sicht von sechs Monaten sind sie sogar die einzigen Fonds in der Spitzengruppe, die eine negative Rendite ausweisen.

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