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Der Fondsbericht : Australien als Renditetreiber

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Bild: FAZ.NET

Der Australische Dollar hat in diesem Jahr spürbar aufgewertet. Deshalb liegt in der aktuellen Rangliste der Rentenfonds mit stabilem Ertrag ein Fonds auf den Spitzenplätzen, der vornehmlich in Anleihen australischer Emittenten investiert.

          Australien ist reich gesegnet mit den derzeit so begehrten Rohstoffen. Mit BHP Billiton und Rio Tinto fördern zwei der weltgrößten Bergbaukonzerne vor allem in dem Land Eisenerz und verkaufen den größten Teil davon an Abnehmer in China, aber auch an Kunden aus anderen Teilen der Welt.

          Das hat dazu geführt, dass der Australische Dollar in diesem Jahr spürbar aufgewertet hat gegenüber seinem amerikanischen Widerpart und dem Euro. Und deshalb liegt in unserer aktuellen Rangliste der Rentenfonds mit stabilem Ertrag ein Fonds auf den Spitzenplätzen, der vornehmlich in Anleihen australischer Emittenten investiert.

          Fondsmanager verrtrauen weiterhin auf die Ratingagenturen

          Der "UBS (Lux) Bond Fund - AUD P-acc" liegt auf dem zweiten Platz des Vergleichs, den das Fondsanalysehaus Lipper regelmäßig für diese Zeitung erstellt. Er wird verwaltet von der Schweizer Großbank UBS und hat seinen Anlegern über die vergangenen drei Jahre eine kumulierte Rendite in Höhe von 58,63 Prozent erbracht (siehe Tabelle). Übertroffen wird er nur vom "Templeton Global Total Return A", dessen Anlageuniversum neben Staatsanleihen auch Titel von staatsnahen Emittenten oder Unternehmen auf der ganzen Welt umfasst. Dieser Fonds liegt mit einer um rund 8 Prozentpunkte höheren Rendite an der Spitze, bezogen auf den Vergleich der vergangenen drei Jahre.

          Der UBS-Fonds wählt für seine Anleger Anleihen mit einer guten oder sehr guten Kreditwürdigkeit, gemessen an den Bonitätsnoten der Ratingagenturen. Nach eigenen Angaben hatte er zum 30. November beinahe 63 Prozent des ihm anvertrauten Geldes in Anleihen mit der besten Bonitätsnote AAA, weitere etwa 30 Prozent liegen im A-Bereich. Gestreut ist das Geld sowohl über verschiedene Restlaufzeiten als auch über eine Vielzahl von Emittenten, was die nie vollkommen ausschließbaren Anlagerisiken verteilt und damit die Abhängigkeit von einer einzelnen Anlage verringert. So wiesen ebenfalls zum Stichtag 30. November etwas mehr als 14 Prozent der im Fonds enthaltenen Anleihen eine Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger auf, 28 Prozent eine Restlaufzeit zwischen einem und drei Jahren, etwas mehr als 30 Prozent eine Restlaufzeit zwischen drei und fünf Jahren und rund 27,5 Prozent eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren auf. Damit legt der Fonds den Schwerpunkt auf Titel mit einer kürzeren oder mittleren Restlaufzeit und ist stärker abhängig von Zinsänderungen in diesem Bereich als vom langen Ende.

          Anleihen australischer Emittenten sind bisher begehrt

          Investiert wird vor allem in Anleihen australischer Bundesstaaten und großer australischer Banken. Die größte Position stellen mit einem Anteil von 9,7 Prozent Anleihen dar, die von der New South Wales Treasury Corporation emittiert wurden, der Finanzagentur für den öffentlichen Sektor des Bundesstaates New South Wales. Jeweils mehr als 8 Prozent des Fondsvermögens liegt in Anleihen, die von den Schwestergesellschaften Queensland Treasury Corporation und Western Australia Treasury Corporation ausgegeben wurden.

          Die gute Plazierung des Fonds wird allerdings etwas eingetrübt durch das höhere Risiko im Vergleich zu den Konkurrenten auf den umliegenden Plätzen. So weist der UBS-Fonds nach den Lipper-Daten eine Sharpe-Ratio von 0,46 aus über die vergangenen drei Jahre. Diese Kennzahl vergleicht die erzielte Rendite mit vergangenen Kursschwankungen. Je höher diese Zahl ist, desto besser. Die beiden Templeton-Fonds, die von dem Fondsmanager Michael Hasenstab verwaltet werden, weisen eine entsprechende Kennzahl von 1,33 aus. Dafür sind diese Fonds wiederum in amerikanischen Dollar denominiert, der in diesem Jahr - wie schon gesagt - gegenüber dem australischen Dollar abgewertet hat.

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