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Fonds : Stimmung für Aktienfonds trübt sich ein

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Bild: Robeco

Anlageberater bewerten die Absatzerwartungen für die nächsten sechs Monate deutlich schlechter als zuletzt. Das zeigt eine Umfrage von Robeco Asset Management. Dagegen konnten Rentenfonds in den Bewertungen zulegen.

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          Nach Einschätzungen der Anlageberater hält der mehrmonatige Aufwärtstrend bei Aktienfonds nicht weiter an. Die Berater bewerten die Lage im März deutlich schlechter: Nur 16 Prozent benoten die aktuelle Nachfrage als „gut“, im Februar waren es noch 23 Prozent. Auch die Absatzerwartungen für die nächsten sechs Monate fallen deutlich schlechter aus.

          Dagegen konnten Rentenfonds in den Bewertungen zulegen. Das ergibt eine aktuelle repräsentative Umfrage von Emnid im Auftrag von Robeco Asset Management. Die Fondsgesellschaft befragt 350 Anlageberater monatlich zur aktuellen und zukünftigen Absatzsituation verschiedener Fondssparten.

          Aufwärtsbewegung bei Rentenfonds

          Der Optimismus der Anlageberater hat einen Dämpfer erhalten. Insbesondere Aktienfonds mußten im März Rückschläge bei der Bewertung von Absatzlage und Absatzerwartungen hinnehmen. Lediglich 16 Prozent der Anlageberater beurteilen die aktuelle Absatzlage als „gut“, ein Minus von sieben Prozentpunkten gegenüber Februar 2004. Auch die Zahl derer, die eine zunehmende Bedeutung der Aktienabsätze erwarten, ist von 79 Prozent auf 64 Prozent gefallen.

          „Trotz dieser neuen Zahlen bleibt abzuwarten, ob damit eine Trendwende eingeleitet wurde. Denn die Fundamentaldaten sind weiterhin gut“, sagt Frank Alexander de Boer, Geschäftsführer Robeco Deutschland.

          Die Beurteilungen von Rentenfonds haben sich verbessert. Sowohl die Einschätzungen der Absatzlage, als auch die der Absatzerwartungen in den nächsten sechs Monaten erholten sich: Im März schätzen 35 Prozent der Anlageberater die Lage bei Rentenfonds als gut ein, nach 32 Prozent im Februar. Die Absatzerwartungen stiegen im gleichen Zeitraum von 14 auf 18 Prozent.

          Klima für Publikumsfonds gibt nach

          Die Tendenz bei Immobilienfonds bleibt uneinheitlich. Nach einer kurzen Erholung im Februar wird die Lage im März wieder schlechter eingeschätzt. 39 Prozent der Anlageberater sehen die aktuelle Absatzlage als „gut“ an, ein Rückgang um sechs Prozent gegenüber dem Vormonat. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Erwartungen, hier ging der Anteil optimistischer Einschätzungen von 24 Prozent auf 19 Prozent zurück.

          Ein unklares Bild zeigt sich auch bei Geldmarktfonds: Der Anstieg positiver Lagebeurteilungen im Februar wurde annähernd zurückgenommen und sank von 52 auf 49 Prozent. Der Anteil derer, die eine zunehmende Bedeutung von Geldmarktfonds erwarten, bleibt im dritten Monat in Folge konstant bei 15 Prozent.

          Das Absatzklima für Publikumsfonds nach dem Berater-Sentiment-Index (BSI) konnte das Rekordniveau des Vormonats nicht halten. Von seinem Hoch bei 114 Punkten im Februar fiel der Index für Publikumsfonds auf 111 Punkte im März und damit auf das Niveau von Ende 2003 zurück. Die Beurteilung der aktuellen Absatzlage wird zwar von 37 Prozent der befragten Anlageberater (und damit zwei Prozent mehr als im Februar) als „gut“ eingeschätzt. Die Erwartungen für einen steigenden Absatz in den nächsten sechs Monaten sanken jedoch deutlich von 66 Prozent im Februar auf 54 Prozent im März.

          Europa trotz Einbußen beliebtestes Anlageziel

          Anlageberater sehen in Europa weiterhin den Markt mit den besten Anlagechancen. Allerdings sank der Anteil derer, die die Lage mit „gut“ benoten, im März von 71 auf 62 Prozent, der stärkste Einbruch seit Umfragebeginn im Mai 2003. Im Gegensatz zu Europa wird Asien ohne Japan im März besser beurteilt. 48 Prozent der Anlageberater beurteilen die Anlagechancen als „gut“, eine Steigerung um zwei Prozentpunkte. Asien ohne Japan bleibt damit auf Rang zwei.

          Die Beurteilung des nordamerikanischen Marktes hat im März einen Einbruch erlebt. Nur noch 16 Prozent sehen die aktuelle Lage als „gut“ an. Gegenüber dem Vormonat bedeutet das einen Rückgang um 13 Prozentpunkte. Der japanische Markt wird dagegen positiver gesehen. 30 Prozent der befragten Anlageberater sehen „gute“ Anlagechancen im Land der aufgehenden Sonne, ein Rückgang um drei Prozentpunkte. Japan übernimmt damit den dritten Platz unter den Märkten vor Nordamerika.

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