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Fonds : Mit wenigen Klicks zum passenden Fonds

Es gibt mehr als 7.000 Fonds in Deutschland. Daraus den besten, passendsten und billigsten herauszufinden ist ohne Hilfe unmöglich. Wer sich bei seiner Bank informiert, kommt nicht selten mit „Hausfonds“ nach Hause.

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          Es gibt mehr als 7.000 Fonds in Deutschland. Daraus den besten, passendsten und billigsten herauszufinden ist ohne Hilfe unmöglich. Wer sich bei seiner Bank informiert, kommt nicht selten mit vielen Hausfonds des Instituts nach Hause. Die Besten sind das oft nicht. Objektiver ist eine Suche im Internet. Hier gibt es gute und kostenlose Unterstützung.

          Dyrk Scherff
          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die Suchmaschinen haben mehrere tausend Fonds in ihren Datenbanken. Sie gehören zu Online-Brokern wie der DAB (www.dab. de), Comdirect (www.comdirect. de) oder CortalConsors (www.cortalconsors.de), zu Fondsratingagenturen wie Standard & Poor's (www.fonds-sp.de) und Morningstar (www.morningstarfonds.de). Oder zu Nachrichtenagenturen wie vwd (www.finanztreff.de). Auch einige unabhängige Anbieter sind auf dem Markt. Die bekanntesten sind Onvista (www.onvista.de) und Fondsweb (www.fondsweb.de).

          Fonds lassen sich nach verschiedenen Kriterien sortieren

          Je nach Anbieter sind die Kriterien, mit denen die Anleger die Auswahl der Fonds treffen können, sehr zahlreich: Welcher Fonds hat einen Manager, der mindestens zehn Jahre am Steuer ist, im Jahr durchschnittlich fünf Prozent erwirtschaftet und in mittelgroße, asiatische Aktien investiert? Selbst solch ungewöhnliche Abfragen sind möglich. Standard aller wichtigen Anbieter ist die Gruppierung der Fonds in verschiedene Wertpapierklassen wie Aktien, Renten, Rohstoffe oder Geldmarkt. Die wiederum können weiter in verschiedene Regionen und Risikostufen, bei Anleihen etwa in gewünschte Ratings, Währungen oder Laufzeiten unterteilt werden.

          Resultat der Abfragen sind Listen von Fonds, die fast jede nur erdenkliche Information liefern. So etwa die Wertentwicklung über mehrere Zeiträume, Kurscharts im Vergleich zum Gesamtmarkt, Ausgabeaufschläge und andere Kosten. Und auch Anlagestil, die größten Positionen im Fondsportfolio und Rechenschaftsberichte sind verfügbar. Wer danach unschlüssig ist, welchen Fonds er präferiert, kann die Ergebnisse zweier Fonds im direkten Vergleich gegenüberstellen. Unterschiede hingegen gibt es in der Bedienungsfreundlichkeit der Suchmaschinen und speziellen Informationen, die vor allem die Profis unter den Privatanlegern interessieren.

          Standard & Poor's

          Die Ratingagentur bietet eine freie und eine registrierungspflichtige, aber kostenlose Variante an. Letztere bietet neben einer detaillierten Suchfunktion auch die Möglichkeit, sich über Änderungen bei Fonds, zum Beispiel im Rating, per E-Mail informieren zu lassen. Gut ist die grafische Aufbereitung der Analyseergebnisse. Die Benutzerführung ist im Vergleich zur Konkurrenz relativ kompliziert. Allerdings gibt es auch indirekte Nutzungsmöglichkeiten, beispielsweise im Fondsbereich von FAZ.NET.

          Morningstar

          In der Abfrage kann differenziert werden in Fonds, die in große, mittlere oder kleine Aktien investieren. Es kann vorgegeben werden, mit wieviel Prozent des Fondsportfolios maximal in bestimmte Regionen oder Sektoren investiert sein darf. Und wieviel Jahre Erfahrung der Fondsmanager haben soll.

          Fondsweb

          Hat etwas weniger Fonds in der Datenbank als mancher Konkurrent. "Wir nehmen nur die Fonds auf, die man überall kaufen kann", begründet Geschäftsführer Frederik Garnis. Fondsweb hat ein gutes Angebot. Die Bedienung ist übersichtlich, die Informationstiefe überzeugt. Das Ranking - das Fondsmeter - berücksichtigt mehrere statt nur eines Zeitraums. Nützlich ist die Liste der größten und kleinsten Fonds. Kleinen Fonds droht die Einstellung, große sind oft schwerfällig im Anlageverhalten. Für einzelne Fonds sind Nachrichten abrufbar. Fünf bis zwölf würden am Tag erstellt. Nach einer kostenlosen Registrierung kann eine einzige Auswertung für alle im Depot befindlichen Fonds gestartet werden.

          Onvista

          Die Seiten des Anbieters von Finanzinformationen bieten sowohl Ratings von Standard & Poor's wie auch vom Konkurrenten Morningstar. Zudem gibt es Rubriken für Hedge-Fonds und börsennotierte Fonds (ETF). Die Website ist kein reines Fondsportal. "Dadurch kann das ganze Depot zusammen mit anderen Wertpapieren analysiert werden", erläutert Anja Seipp von Onvista.

          Online-Broker

          Sie nutzen gegen Lizenz Suchmaschinen der Spezialisten, bieten aber die Möglichkeit, passende Fonds gleich zu kaufen. In der Bedienung sind sie teilweise besser als die Lieferanten. Auch Nichtkunden dürfen sie nutzen.

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