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Fonds : Mit Indexfonds läßt sich Geld verdienen

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Wer als Anleger zur richtigen Zeit im richtigen Markt ist, kann gutes Geld verdienen. Im Moment sind sie zwar nicht einfach zu identifizieren, aber börsengehandelte Indexfonds wären dafür ideale Instrumente.

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          Nachdem die Anlagestrategen, Analysten und auch Anleger optimistisch ins Jahr 2005 gestartet waren, sieht es im Moment nicht sonderlich gut aus. Denn nach zum Teil enttäuschenden Unternehmens- und auch Konjunkturzahlen kam es in den vergangenen Tagen zu zum Teil deutlichen Kursverlusten an den Börsen. Vor allem in Amerika, aber auch in manchen Schwellenländern, die noch bis vor Kurzem hervorragend gelaufen waren.

          Im Gegensatz dazu konnten sich die Rentenmärkte wieder fangen. Dabei hatte es gerade dort eine Zeit lang so ausgesehen, als ob sie aus Furcht vor steigenden Zinsen weiter nach unten driften würden. Im Moment profitieren sie offensichtlich von einer gewissen Suche nach Sicherheit. Während der Dax beispielsweise am Freitag etwas mehr als zwei Prozent nachgegeben hat, konnte der Bund-Future 40 Stellen oder 0,33 Prozent zulegen. Er hatte schon in den vergangenen Tagen Kursgewinne verbuchen können. Der Endloskontrakt nähert sich sogar wieder der Marke von 120 Prozent, nachdem er im März bis auf ein Tief von 116,89 Prozent gefallen war.

          Schwankende Märkte machen Anleger unsicher

          Hintergrund sind deutliche Schwankungen in der Wahrnehmung der wirtschaftlichen Aktivität. Dabei interessieren sich die Marktteilnehmer vor allem für die Implikationen auf der Zinsseite. Denn sollte es überraschend starke Zinserhöhungen in Amerika gegen, wäre das nicht sonderlich angenehm für Rentenpapiere und ab einem bestimmten Zeitpunkt auch nicht für Aktien. Gleichzeitig sucht die vorhandene Liquidität jedoch nach Anlagemöglichkeiten und schwappt einmal in diesen und einmal in den anderen Markt.

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          Im Moment scheint die Nervosität und damit auch dadurch ausgelöste Volatilität zuzunehmen. Das sind ideale Märkte für kurz- und mittelfristig orientierte Händler und Anleger. Wenn sie die kurzfristigen Trends erkennen, können sie trotz allem Geld verdienen. Für die großen Fonds wird das schwieriger. Denn sie können ihre riesigen Vermögen nicht ständig umschichten. Das geht rein technisch nicht und würde außerdem zu höheren Kosten führen, bei zweifelhaften Erträgen. Die Gesamtsituation kann aber dazu führen, daß ihre Performance nicht sonderlich gut aussehen wird.

          Dyanmische Strategien können sich über Indexfonds realisieren lassen

          Wie kann ein Privatanleger diesem Dilemma entgehen, wenn er gleichzeitig relativ flexibel agieren, aber auch breit diversifiziert anlegen will? Indexfonds können einen Ausweg bieten. Denn sie sind mit Blick auf die Verwaltungskosten relativ günstig, sie werden in der Regel ohne teuer Ausgabeaufschläge angeboten und sie sind relativ leicht handelbar. Wer immer auch die Nase hat, kann sich auf diese Weise relativ günstig und sicher richtig plazieren. Zumindest in der Theorie.

          Denn viele der international angebotenen Fonds lassen sich nicht überall handeln. Es macht sich die Kleinkariertheit der internationalen Börsenlandschaft, aber auch des regulatorischen Umfeldes bemerkbar. Aber auch in Deutschland nimmt das Angebot langsam aber sicher zu. Mit dem Kauf eines Branchenindexfonds hätten deutsche Anleger auf Sicht eines Jahres nicht einmal schlecht abgeschnitten, wie die angehängten Tabellen zeigen. Indexfonds dürften auch keine schlechte Wahl sein, wenn es darum geht, auf eine mögliche Erholung von den aktuellen Kursschwächen zu setzen.

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