https://www.faz.net/-gv6-qx83

Fonds : Japan und globale Aktien- und Rentenfonds ziehen Geld an

  • Aktualisiert am

Bild: EmergingPortfolio.com

Die Dynamik an den Finanzmärkten hat zwar etwas nachgelassen. Trotzdem fließen den internationalen Aktienfonds, insbesondere jenen, die in Japan investieren, weitere Gelder zu. Das Momentum hat aber etwas nachgelassen.

          2 Min.

          Die Entwicklung an den Finanzmärkten in den vergangenen Monaten hat auch bei den Fonds deutliche Spuren hinterlassen. Denn ihnen flossen die Gelder nur so zu. Nach zum Teil massiven Zuflüssen von mehr als zwölf Milliarden Dollar in den vergangenen drei Wochen haben sich die Geldströme nach einer Untersuchung von Emerging Portfolio Fund Research (EPFR) allerdings in jüngster Zeit etwas verlangsamt.

          Das gilt vor allem die Rentenfonds, die vor allem in Schwellenländern investieren. Dagegen verbuchten die Japan-Aktienfonds auch in der Woche bis zum 30 November noch starke Zuflüsse, während sie bei international investierenden Rentenfonds relativ stetig blieben.

          Sondereffekt bei Schwellenländer-Aktienfonds

          Insgesamt „scheint das laufende Jahr in punkto Geldzuflüssen zu einem Rekordjahr zu werde, auch wenn die Dynamik in den vergangenen Tagen etwas nachgelassen hat“, erläuterte Brad Durham von EPFR die aktuelle Lage.

          Bild: EmergingPortfolio.com

          Die Mittelzuflüsse in Schwellenländer-Aktienfonds haben sich in der vergangenen Woche auf 88,8 Millionen Dollar belaufen. Das ist deutlich weniger als in den drei Wochen zuvor, in welchen den Gesellschaften Gelder in Höhe von 4,8 Milliarden Dollar zuflossen. Allerdings hätte das Bild besser ausgesehen, wenn nicht einem einzelnen Manager in der vergangenen Woche 885 Millionen Dollar abgeflossen wären.

          Während global orientierte Schwellenländer-Aktienfonds in der vergangenen Woche Abflüsse von 527,7 Millionen Dollar verbuchen mußten, verbuchten einzelne Regionen anhaltende Zuflüsse. Dazu zählt Südamerika mit einem Plus von 280,1 Millionen Dollar, europäische und zentraleuopäische Märkte verzeichneten ein Plus von 200,5 Millionen Dollar und die asiatischen Börsen ex Japan ein Plus von 136,1 Millionen Dollar.

          Globalen Aktienfonds fließt weiterhin Geld zu, wenn auch langsamer als zuvor

          Global orientierte Aktienfonds konnten in der vergangenen Woche knapp 501 Millionen Dollar an neuen Mitteln einnehmen. Das ist beachtlich, aber weniger als der bisherige Rekordzufluß von 1,2 Milliarden Dollar in einer Woche. Dabei lagen in der Gunst der Anleger vor allem Energie-, Gold- und Minenfonds weit oben. Der Liquiditätsstrom nach Japan zeigt sich an einem satten Plus von 829 Millionen Dollar in entsprechend anlegende Aktienfonds. Sie konnten im laufenden Jahr bisher insgesamt 11,2 Milliarden Dollar an neuen Geldern einnehmen.

          Auf der Anleihenseite läßt sich eine gewisse Verunsicherung der Anleger verspüren. Hoffnungen auf ein frühes Ende des laufenden Zinserhöhungszyklus wurden in den vergangenen Woche durch Inflationsanzeichen gestört. Das führte dazu, daß sich bei Schwellenländer-Rentenfonds und bei Hochzinsfonds kaum etwas tat, während konventionelle, international orientierte Rentenfonds leichte Zuflüsse verzeichnen konnten.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Kunststoffröhrchen mit Corona-Abstrichen stehen nach dem PCR-Test in einem Labor.

          Corona-Pandemie : Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 444,3

          Ein Brechen der vierten Welle scheint nicht in Sicht. Neuinfektionen, Krankenhauseinlieferungen und Todesfälle steigen weiter. Laut RKI lag die Sieben-Tage-Inzidenz in 32 Landkreisen bei über 1.000.
          Eine ganz falsche Botschaft: Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt (hier Ende November in Hannover)

          Fraktur : Volk, hör die Signale!

          Das neue Zauberwort der politischen Kommunikation lautet: Signal. Man soll die Politiker nicht mehr beim Wort nehmen. Es reicht, ihre Botschaften zu verstehen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.