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Indexfonds : Comstage verabschiedet sich von synthetischen ETFs

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Nachgebaut oder original zum gleichen Preis? Fast jeder nimmt dann original. Das gilt auch für ETFs. Jetzt reagiert aich der Indexfondsanbieter Comstage.

          Eine Glaubensfrage, wenn es um das Thema ETFs ging, war stets, was besser sei. Ein ETF, der die zugrundeliegenden Vermögenswerte tatsächlich kauft oder einer der durch komplexe Gegengeschäfte mit anderen Banken (Swaps) die Wertentwicklung des Index nachbildet? Oder ist es am Ende egal?

          Zwar gibt es bei synthetischen Fonds grundsätzlich das Risiko, dass eine der beteiligten Banken ausfällt, mit negativen Folgen für die ETF-Besitzer. Die Komplexität und schwierige Nachvollziehbarkeit der Geschäfte führte auch dazu, dass immer mehr Anbieter auf die physische Methode umstellten.

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          Jetzt kommt mit dem ETF-Arm der Commerzbank, ComStage, ein weiterer hinzu. Die Gesellschaft kündigte an, und 30 ETFs auf die physische Indexreplikation umzustellen. Man reagiere auf den seit Monaten bestehenden Nachfragetrend von Seiten der Investoren. Zudem reagiert Comstage schon jetzt auf das ab Januar 2018 voraussichtlich geltende neue Investmentsteuergesetz und schüttet künftig die Erträge jährlich aus, anstatt sie zu thesaurieren, das heißt dem Wert der Fondsanteile gutzuschreiben.

          Anleger die mit der Umstellung einverstanden sind, brauchen nichts zu unternehmen, anderenfalls könnten sie die Fondsanteile vor dem Umstellungstermin verkaufen. Diese beginnt am Freitag und endet am 8. Juni.

          Ob die Umstellung auf physische Fonds wirklich eine bessere Alternative ist, sei dahin gestellt. Denn viele Fonds verleihen die Aktien aus ihrem Portfolio gegen Gebühr. Da kann es unter Umständen auch einmal Schwierigkeiten geben.

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