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Charttechnik : Ist der Dollar-Verfall gestoppt?

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Welche Signale geben die Charts? Bild:

Nach dem Verfall des Wertes gegenüber anderen Währungen könnte der Dollar in der Nähe einer wichtigen Chartunterstützung angelangt sein. Zahlreiche Aktienindizes sind auf neue Allzeithochs vorgestoßen, derweil sich Rohöl in einem gemäßigten Hausse-Szenario befindet.

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          Der S&P-500 brach vergangene Woche zu einem neuen Erholungshoch auf, während die Indizes Dow Jones Industrials, Dow Jones Transportation, Dow Jones Utilities, S&P Small Cap 600 und S&P Mid Cap 400 auf neue Allzeithochs vorstießen.

          Der Neigungswinkel der seit Mitte März währenden Rally des S&P-500 ist nach wie vor relativ steil. Sollte sich dieser Kursverlauf fortsetzen, würde dies in eine Kursexplosion nach oben münden. Währenddessen signalisieren die Charts eine mittelfristige Bodenbildung des amerikanischen Dollars, während sich Rohöl in einem gemäßigten Hausse-Szenario befindet.

          Für ein Top fehlt die Euphorie

          Seit seinem zweiten Tief am 13. März hat der S&P-500 in 27 Handelstagen fast acht Prozent wettgemacht. Diese seit Dezember 2004 beste Wertentwicklung in einem 27-Tage-Zeitraum erfolgt in einer Zeit, in der unter anderem Gewinnzuwächse, Wirtschaftswachstum, Häusermarkt, Rohölpreise und Entwicklungen an chinesischen Börsen mit einiger Sorge beobachtet werden. Solange diese Besorgnis anhält und viele Anleger dieser Rally skeptisch gegenüberstehen, dürfte nach unserer Ansicht ein mittel- oder langfristiges Top nicht in Sicht kommen. Markt-Tops entstehen durch Euphorie, die wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt jedoch nicht sehen.

          Stattdessen sehen wir in der aktuellen Kursstruktur des S&P-500 in Gestalt des Steigungswinkels der Aufwärtsbewegung sowohl bullische als auch bärische Signale. Steile Neigungswinkel gehen mit guten Gewinnen in kurzer Zeit einher, sind jedoch langfristig nicht haltbar. Manchmal, nicht immer, münden sie in rasche Abwärtsbewegungen, da auf dem Weg nach unten nur geringe Chartunterstützung vorhanden ist.

          Die Art der jüngst erwähnten Kursexplosion ist allerdings nicht mit jener vergleichbar, die der Nasdaq-Index in den späten Neunzigerjahren ausbildete. Sie stellt ein eher kurzfristiges Phänomen dar, das ein oder zwei Monate lang anhält. Wir werden nachfolgend einige unserer früheren Ansätze überprüfen und den bisherigen Entwicklungsverlauf beobachten.

          Verschiedene Phasen einer Hausse

          Eine unsere Kernaussagen war, dass es verschiedene Phasen eines Hausse-Marktes zu geben scheint, die sich auf mittlere Sicht durch den Neigungswinkel der Aufwärtsbewegung definieren lassen. Am Anfang vieler Hausse-Märkte ist der Neigungswinkel sehr steil, beispielsweise während der Kursentwicklung zwischen März 2003 und März 2005. Von März 2004 bis Juli 2006 nahm der Anstiegswinkel dagegen ab.

          Seit dem mittelfristigen Boden im vergangenen Sommer hat sich der Neigungswinkel des Hausse-Marktes jedoch zwei Mal erhöht, wobei eine Versteilung des Aufwärtstrends nach den Tiefs Mitte März einsetzte.

          Es gibt einige Beispiele kleinerer Kursexplosionen, an denen wir die Geschwindigkeit von Marktanstiegen beobachten und Vergleiche mit der aktuellen Aufwärtsbewegung ziehen können. Im Jahr nach dem Tief des derzeitigen Vierjahreszyklus' kam es zu zwei kleinen Ausbrüchen nach oben. Beide traten zudem nach einer kleinen Konsolidierung auf, die nach einem Kursanstieg bei geringer Volatilität einsetzte.

          Historischer Korrekturbedarf

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