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Charttechnik : Die Talfahrt der Aktien ist noch nicht vorbei

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Welche Signale geben die Charts? Bild:

Während die maßgeblichen Indizes wieder leicht anstiegen, sieht S&P den Markt auf neue Tiefs zusteuern. Chinesische Aktien könnten weiter an Boden verlieren.

          4 Min.

          Die Marktausschläge der vergangenen Woche haben in der englischsprachigen Finanzwelt für zahlreiche mehr oder weniger flotte Schlagzeilen gesorgt, wie: „The China Syndrome“, „Emerging Markets Meltdown“, „The Return of Volatility“, „Deep VIXed“ (in Anspielung auf den kurz VIX genannten Volatilitätsindex der Chicago Board Options Exchange), „Crash and Carry“, „When China Sneezes U.S. Catches Cold“ und viele mehr.

          Am 27. Februar hatte der S&P-500 mit einem Kursrutsch von 3,74 Prozent seinen schlechtesten Tag seit dem 24. März 2003. Weitaus erstaunlicher ist allerdings, dass er zuvor über einen Zeitraum von 45 Monaten - oder 949 Tagen - an keinem Tag Kursverluste von mehr als zwei Prozent einfuhr. Mit seinem Rückgang von 2,2 Prozent im Februar ist zudem seine acht aufeinander folgende Monate andauernde Strähne monatlicher Kursgewinne abgerissen.

          Kein Grund zum feiern

          Leider haben wir damit wahrscheinlich das Ende der einschläfernden Kursveränderungen gesehen, an die wir uns gewöhnt und die uns verwöhnt hatten. Unserer Ansicht nach wird uns die Volatilität begleiten, bis sich die gegenwärtige Korrektur totgelaufen hat. Lange Intervalle ohne Kursrückgänge um mindestens zwei Prozent an einem Tag werden häufig von Zwölfmonatsperioden mit erhöhter Abwärtsvolatilität abgelöst werden.

          Für den S&P-500 war dies der erste Monatsverlust seit Mai 2006, als der Index um 3,09 Prozent absackte. Für den Index, der am 4. März 2007 seinen 50. Geburtstag beging, war der Abriss dieser langen Gewinnsträhne wahrlich kein Grund zum Feiern. Die seit 1970 längste Gewinnsträhne des S&P-500 dauerte übrigens neun Monate, von August 1982 bis April 1983. Daneben gab es drei weitere Strähnen, die jeweils acht Monate währten: 1980, von der zweiten Jahreshälfte 1994 bis 1995 sowie 1996.

          Wenn dies der Auftakt zu einer Korrektur war, dann deutet die bisherige Kursentwicklung jedenfalls nicht auf den üblichen Beginn einer Abwärtsbewegung hin. Den am 27. Februar eingetretenen starken Einbruch bei großem Volumen trifft man üblicherweise eher nach einer längeren Korrektur oder gegen Ende eines Rückgangs an. Es ist sehr selten, dass ein deutlicher Kursrutsch so nah bei jüngsten Erholungshochs oder Allzeithochs einsetzt. Wir gehen daher davon aus, dass viele Fundamentalanalysten und Charttechniker in gewisser Weise wie der Ochs vorm Berg stehen.

          Passable Unterstützung gefunden

          Glücklicherweise sind wir nicht der Auffassung, dass die Regeln der Marktanalyse für die Katz' sind. Vielleicht müssen nur die Lehrbücher aktualisiert werden. Wir denken, dass uns der S&P-500 auf kurze Sicht genügend Beweise geliefert hat, um auf ein kleineres Tief schließen zu können. Einschließlich des Intraday-Tiefs vom 27. Februar fand der Index eine passable Unterstützung im Bereich zwischen 1.380 und 1.400 Punkten. Hier sind einige technische Unterstützungen angesiedelt, die nach unserer Meinung den Rückgang aufgehalten haben, zumindest auf sehr kurze Sicht.

          Darüber hinaus verläuft eine Trendlinie genau in der Nähe von 1.400 Punkten, die aus den seit 2004 verzeichneten Höchstständen abgeleitet ist. Diese Trendlinie war einst die Obergrenze eines Haussekanals und zunächst ein Widerstand. Als der S&P-500 die Grenze dieses Kanals nach oben durchbrach, wurde aus der oberen Trendlinie eine potentielle Unterstützung. Ferner kam bei 1.404 Punkten das erste wichtige Fibonacci-Retracement von 23,6 Prozent der 19,3-prozentigen Rally seit Juni ins Spiel.

          Neue Tiefs drohen

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