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BVI-Fondsstatistik : Rentenfonds verlieren 2006 an Wert

  • Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Mit Rentenfonds war im vergangenen Jahr nur in Ausnahmefällen etwas zu holen. Die Treue zu Aktienfonds brachte Fondssparern im Normalfall dagegen einen attraktiven Wertzuwachs. Deutsche Aktienfonds liegen noch vor den Europa-Fonds.

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          Während mit Rentenfonds im vergangenen Jahr nur in Ausnahmefällen etwas zu holen war, brachte Fondssparern die Treue zu Aktienfonds über den gesamten Jahresverlauf im Normalfall einen attraktiven Wertzuwachs. Das geht aus der Wertentwicklungsstatistik des Bundesverbandes Investment (BVI) für 2006 hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurde.

          Besonders stolz präsentierten dabei die deutschen Fondsanbieter die Gewinne ihrer Aktienfonds. So legten Fonds mit einer Spezialisierung auf deutsche Aktien im Durchschnitt um 21,6 Prozent zu. Der Aktienindex MSCI Germany verzeichnete im gleichen Zeitraum nur einen Zuwachs von 19,2 Prozent. Auch die Europa-Aktienfonds schnitten mit durchschnittlich 18,3 Prozent besser ab als das entsprechende MSCI-Marktbarometer (16,9 Prozent).

          Kein Deutschlandfonds im Minus

          Kein einziger Fonds aus diesen beiden Produktkategorien rutschte in der BVI-Statistik 2006 ins Minus. Allerdings macht ein näherer Blick deutlich, wie weit die Schere zwischen den einzelnen Fonds auseinandergeht. Der beste Europafonds Invesco Europa Core Aktienfonds legte beispielsweise um 33,5 Prozent zu, während der schlechteste (Wagner & Lang Universal Aktiv-Fonds) nur auf 4,4 Prozent kam.

          Bei deutschen Aktienfonds reichte die Bandbreite von 33,4 Prozent (Deutsche Aktien Total Return) bis 6,2 Prozent (Deka-Deutsche Aktien DS). Nennenswerte Verluste mussten im vergangenen Jahr nur Aktienfondssparer mit Japan-Ausrichtung hinnehmen. Die entsprechenden Produkte gaben im Durchschnitt um 11,5 Prozent nach.

          Unternehmensanleihen entziehen sich dem Trend

          Klassische Euro-Rentenfonds konnten sich 2006 dem schwierigen Zinsumfeld an den Anleihemärkten nicht entziehen und verloren im Jahresverlauf überwiegend an Wert. Der Fondsbranchenverband errechnet für Euro-Rentenfonds im Durchschnitt ein knappes Minus von 0,4 Prozent. Der Bestseller der vergangenen Jahre - Dit-Euro Bond Total Return von Allianz Global Investors - gab sogar überdurchschnittlich um 0,9 Prozent nach.

          Nur Fonds mit einem Schwerpunkt in Unternehmensanleihen konnten sich dem negativen Trend entziehen und legten leicht um 0,8 Prozent zu. Über eine Wende zum Besseren konnten sich auch die meisten Anleger in offenen Immobilienfonds freuen. Mit 4,3 Prozent nähern sie sich wieder der 5-Prozent-Marke. Im Jahr zuvor war der durchschnittliche Wertzuwachs noch auf 3,4 Prozent zurückgefallen.

          Die Wertentwicklung wird nach Kosten - allerdings ohne Berücksichtigung des Ausgabeaufschlags - ausgewiesen. Letzterer kann bei Rentenfonds einmalig bis zu 3 Prozent, bei Aktien- und offenen Immobilienfonds bis zu 5 Prozent der angelegten Summe betragen. Banken und andere Fondsvertriebe sind aber zunehmend bereit, Rabatte zu gewähren.

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