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Branchen-Fonds : Bei Pharma-Werten haben Schweizer und Briten die Nase vorn

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Bild: FAZ.NET

Wer mit Indexfonds auf europäische Pharma-Werte wetten will, hat die Wahl zwischen zwei Indizes. Auf Jahressicht hat der von Schweizer und britischen Aktien geprägte Stoxx 600 Health Care die Nase vorn. Die EuroStoxx-Version hängt stark von Sanofi-Aventis ab.

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          Wer mit Indexfonds auf europäische Pharma-Werte wetten will, hat die Wahl zwischen zwei Indizes. Da ist zum einen der Dow Jones EuroStoxx Health Care. Dieser Index umfaßt 13 Aktien aus der Eurozone. Zum zweiten wird der Dow Jones Stoxx 600 Health Care geführt, der 34 Werte beinhaltet und außerdem Aktien aus Dänemark, Großbritannien, Schweden und der Schweiz berücksichtigt.

          In den vergangenen knapp fünf Jahren haben sich beide Indizes ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert. Mal hat der eine besser abgeschnitten, mal der andere (siehe Grafik 1). Auf Jahressicht hat der von Schweizer und britischen Aktien geprägte Dow Jones Stoxx 600 Health Care im direkten Vergleich deutlich die Nase vorn. Er hat sich um gut 25 Prozent verbessert, während der Dow Jones EuroStoxx Health Care um lediglich 18,4 Prozent vorgerückt ist - was die engagierten Anleger trotz des relativ schlechteren Abschneidens zufriedenstellen kann. Und: Die Euro Stoxx-Version schickt sich an, die Lücke beim Wertzuwachs zu schließen. Binnen vier Wochen hat sie sich mit einem Plus von 6,1 Prozent zu 2,5 Prozent klar besser entwickelt und ist auch in den jüngsten drei Monaten besser gelaufen (siehe Grafik 2).

          Sanofi-Aventis macht zwei Drittel des EuroStoxx-Index' aus

          Beim Blick in das Portfolio des Dow Jones EuroStoxx Health Care-Index fällt nicht nur die vergleichsweise geringe Zahl von Titeln auf. Ins Auge sticht besonders die Vorherrschaft französischer Werte mit einem Indexgewicht von 70 Prozent vor deutschen Titeln, die gemeinsam auf knapp ein Fünftel kommen; der Rest verteilt sich auf belgische, irische, niederländische und spanische Aktien. Dabei ist die französische Sanofi-Aventis mit einem Anteil von sage und schreibe gut 64 Prozent das Schwergewicht, was der Marktkapitalisierung der nicht an Großaktionäre gebundenen Anteilsscheine geschuldet ist. An zweiter Stelle folgt Schering mit etwa acht Prozent vor der französischen Essilor, die auf annähernd sechs Prozent kommt. Der kleinste Wert ist Stada.

          Regional erheblich ausgewogener stellt sich der Dow Jones Stoxx 600 Health Care dar. Gut 38 Prozent machen Schweizer Pharma-Werte aus, gefolgt von britischen Titeln, die zusammen auf 35,6 Prozent kommen, und französischen Aktien mit einem Anteil von 15,4 Prozent. Mit erheblichem Abstand folgen deutsche Papiere mit 4,25 Prozent und dänische Titel mit 3,3 Prozent; noch geringer ist jeweils das Gesamtgewicht belgischer, finnischer, irischer, holländischer, schwedischer und spanischer Werte.

          Briten dominieren Stoxx Health Care

          Die dicksten Brocken im Portfolio sind die britische Glaxo-Smith-Kline (21,8 Prozent), Novartis (19,3) und Roche (15,6), die jeweils in der Schweiz sitzen, sowie Sanofi-Aventis (14,2) und die britische Astra-Zeneca (11,5). Am Ende der Tabelle rangieren die spanische Zeltia (0,18 Prozent) und die dänische Lundbeck (0,22 Proeznt) sowie die finnische Orion, die Schweizer BB Biotech und die holländisch-deutsche Qiagen mit jeweils 0,23 Prozent.

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