https://www.faz.net/aktuell/finanzen/fonds-mehr/anlagebetrug-madoff-opfer-bekommen-viel-von-ihrem-geld-zurueck-12709342.html

Anlagebetrug : Madoff-Opfer bekommen viel von ihrem Geld zurück

  • Aktualisiert am

Bernard Madoff auf dem Weg aus dem Gericht Bild: AFP

Die Opfer des Anlagebetrügers Bernard Madoff haben Chancen, große Teile ihres Geldes zurückzubekommen. Die Schätzungen reichen bis zu drei Vierteln.

          1 Min.

          Die Investoren, die mit dem Fonds von Finanzbetrüger Bernard Madoff Geld verloren haben, können auf hohe Rückzahlungen hoffen. In den fünf Jahren seit der Betrug aufgefallen ist, haben Rettungsfonds viele Milliarden an Dollar für die Opfer angehäuft.

          Madoff galt in New York einst als großer Aktienkenner. Sein Unternehmen gehörte zu den größten Maklern an der Nasdaq-Börse, er beschäftigte Hunderte von Händlern. Und er hatte eine Vermögensverwaltung - mit der allerdings betrug er seine Kunden. Das waren vor allem reiche Privatanleger. Je nach Schätzung steckten 17 bis 20 Milliarden Dollar in seinen Fonds, die allerdings nur ein Schneeballsystem waren. Im Dezember 2008 wurde Madoff festgenommen, im Juni 2009 zu einer Haftstrafe von 150 Jahren verurteilt.

          Inzwischen allerdings haben Rettungsfonds für die Opfer mehrere Milliarden zusammengesammelt. In einer Rechnung, die die britische „Financial Times“ zuerst aufgemacht hat, wird deutlich: Madoffs Opfer könnten nach aktuellem Stand sogar rund drei Viertel ihres Geldes zurückbekommen.

          Insgesamt haben die unterschiedlichen Fonds jetzt von 17 bis 20 Milliarden Dollar Schaden rund 13 Milliarden wieder eingesammelt. Allein 9,5 Milliarden Dollar hatte die größte Initiative bis Anfang Dezember gesammelt. 2,4 Milliarden kommen aus einem Fonds des amerikanischen Justizministeriums. Nach einer Einigung mit der Investmentbank JP Morgan kommt nun eine weitere Milliarde dazu.

          Weitere Themen

          Grafikchips für die Zukunftstrends

          Scherbaums Börse : Grafikchips für die Zukunftstrends

          Beim jüngsten deutlichen Preisrückgang am Krypto-Markt wurden auch die Boom-Gewinner der zweiten Reihe abgestraft. Ganz vorne mit dabei: der Grafikchip-Hersteller Nvidia. Doch dieser Abgesang dürfte deutlich verfrüht sein.

          Topmeldungen

          Vermisst Olaf Scholz Angela Merkel? Das wüssten wir auch gern

          Fraktur : Was wir Scholz gerne geglaubt hätten

          Doch offenbar ist auch der Kanzler ein Freund der Ironie. Deshalb blieb auf der Sommerpressekonferenz die wichtigste Frage offen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.