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Allianz-Fondstochter : Pimco verliert weiter Milliarden

  • Aktualisiert am

Hat Pimco verlassen: Starinvestor Bill Gross. Bild: Reuters

Nachdem der Starinvestor Bill Gross die Fondsgesellschaft Pimco verlassen hat, kämpft die Allianz-Tochter mit massiven Abflüssen. Im Oktober zogen Investoren 27,5 Milliarden Dollar aus dem „Pimco Total Return Fund“ ab.

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          Die Fondsgesellschaft Pimco kämpft weiter mit massiven Mittelabflüssen. Im Oktober zogen Investoren 27,5 Milliarden Dollar (21,9 Milliarden Euro) aus dem Flaggschiff „Pimco Total Return Fund“ ab, wie das zum deutschen Versicherungskonzern Allianz gehörende Unternehmen am Dienstag mitteilte.

          Der Fonds war bis Ende September vom als „Anleihekönig“ bekannten Starinvestor Bill Gross verwaltet worden, der jedoch nach einem internen Richtungsstreit zum Wettbewerber Janus Capital gewechselt war. Seitdem hat die Kapitalflucht kräftig Fahrt aufgenommen. Bereits im September war der Fonds um 23,5 Milliarden Dollar erleichtert worden. Die größten Abflüsse hatte es an dem Tag des Rücktritts gegeben. Das Volumen des Fonds ist nach einem Spitzenvolumen von 293 Milliarden Dollar im Jahr 2013 inzwischen auf 171 Milliarden Dollar geschmolzen.

          Dem Analysehaus Morningstar zufolge verzeichnete auch der Total Return Exchange-Traded Fonds (ETF) im Oktober einen Abfluss von insgesamt 437 Millionen Dollar. Das wäre der zweite negative Monat in Folge nach dem Abzug von 631 Millionen Dollar aus dem börsennotierten Fonds im September. Der ETF folgt mit seiner Strategie Pimcos Flagschiff-Fonds Total Return.

          Portfoliomanager David Schawel von Square 1 Financial wies darauf hin, dass die Entscheidungsprozesse bei vielen institutionellen Anlegern langwierig seien. Daher sei noch „einige Monate“ mit Abflüssen zu rechnen.

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