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Aktienfonds : Erste Investmentgesellschaft mit fortlaufendem Börsenhandel für Fonds

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Preise im Sekundentakt: Als erste Fondsgesellschaft in Deutschland wird die Deutsche-Bank-Tochter DWS aktiv gemanagte Aktienfonds zum Handel an der Börse notieren lassen.

          In Zusammenarbeit mit der DWS erweitert die Deutsche Börse ihr Marktsegment XTF (Exchange Traded Funds), in dem bisher lediglich zwei Indexfonds notiert sind, für elf aktiv gemanagte Fonds ohne Ausgabeaufschlag. Die so genannten Aktien-Trading-Fonds der DWS eignen sich aufgrund des fehlenden Ausgabeaufschlags vor allem für Anleger, die flexibel auf Marktveränderungen reagieren möchten. Dieser Flexibilität waren bislang dadurch Grenzen gesetzt, dass Käufe und Verkäufe nur zum einmal am Tag ermittelten Anteilspreis möglich waren.

          Mit dem fortlaufenden Börsenhandel, der ab dem 20. November über das Xetra-System möglich sein wird, steht künftig neben der täglichen Anteilspreisfeststellung ein zweites Preisbildungssystem und damit ein zweiter Orderweg zur Verfügung. Anleger können so auch untertägig Fondsanteile zu aktuellen Preisen kaufen und verkaufen. Der Börsenpreis unterscheidet sich seinem Wesen nach von dem von der Depotbank festgestellten Anteilspreis. Während letzterer allein die Tageskurse der im Fonds enthaltenen Aktien widerspiegelt, unterliegen die Börsenpreise auch sekundären Einflüssen. Neben der Entwicklung der entsprechenden Anlagemärkte reflektieren sie Angebot und Nachfrage an der Börse sowie Marktmeinungen der Handelsteilnehmer. So ist es durchaus möglich, dass der mittags von der Depotbank ermittelte Preis von einem gleichzeitig an der Börse festgestellten Kurs abweicht.

          Handelsspielräume wie bei Aktien

          Mit der Börsennotierung eröffnen sich dem Anleger die gleichen Handelsspielräume wie bei Aktien. Auch die börsenüblichen Limitierungen sind möglich. Die Anleger können somit unter anderem so genannte „Stop Loss Orders“ für die Fondsanteile abgeben, also mögliche Kursverluste nach unten begrenzen. Hierin liegt gerade für trading-orientierte Anleger ein entscheidender Vorteil.

          Die Ordererteilung erfolgt wie bei Aktien über Kreditinstitute. Hierfür fallen neben den Börsengebühren lediglich die banküblichen Kosten für Wertpapieraufträge an. Bei der Orderabgabe bestimmt der Anleger, ob er sie über die Börse oder zum täglichen von der Depotbank ermittelten Anteilswert abwickeln möchte. Über die DWS selbst können keine Börsenorders aufgegeben werden, da Kapitalanlagegesellschaften keine Kommissionsgeschäfte in Wertpapieren betreiben dürfen. Der direkte Erwerb von Fondsanteilen bei der DWS zum täglich festgesetzten Anteilswert bleibt nach wie vor möglich.

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