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Fonds : Der Ausgabeaufschlag ist längst noch nicht alles

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Bild: F.A.Z.

Klar, den Ausgabeaufschlag eines Fonds kennt jeder Anleger. Einmalig fünf Prozent sind es in der Regel für einen Aktien- fonds, bis zu drei Prozent für einen Rentenfonds. Bei einem Online-Broker ist es meist nur die Hälfte.

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          Klar, den Ausgabeaufschlag eines Fonds kennt jeder Anleger. Einmalig fünf Prozent sind es in der Regel für einen Aktien- fonds, bis zu drei Prozent für einen Rentenfonds. Bei einem Online-Broker ist es meist nur die Hälfte.

          Schon nicht mehr so im Visier der Käufer sind die jährliche Management-Gebühr und oft auch eine Gebühr abhängig von der Wertentwicklung in Höhe von jeweils bis zu 1,5 Prozent. Nach wenigen Jahren sind sie im Vergleich zum Ausgabeaufschlag der größere Kostenblock.

          Es gibt publizierte Kosten ...

          Hinzu kommen die Depotgebühren, die viele Filialbanken den Anlegern noch berechnen. Fondsanteile in Höhe von 50.000 Euro kosten dort zwischen 70 und 85 Euro im Jahr. Damit ist die Aufwandsrechnung aber noch nicht am Ende. Hinzu kommt ein Teil der Kosten für Fondsmanagement, Wirtschaftsprüfer und Rechenschaftsbericht, der nicht über die Management-Gebühr abgegolten, sondern direkt aus dem Fondsvermögen abgezogen wird. Mittlerweile veröffentlicht die Fondsindustrie nach langem Zögern die Total Expense Ratio (TER), in der diese Kosten und die Management-Gebühr, nicht aber der Ausgabeaufschlag enthalten sind. "Rund 90 Prozent der Fonds geben sie an", sagt Frank Bock vom Fondsverband BVI. Dachfonds, also Fonds, die in andere Fonds investieren, sind dabei am teuersten. Es folgen Aktien- (siehe Grafik) vor Rentenfonds.

          ... und solche, die unter den Teppich gekehrt werden

          Nicht in der TER und damit völlig intransparent sind hingegen die Kosten des Fonds für den Handel mit Wertpapieren, die er aus dem Fondsvermögen zahlt. Schließlich muß er seinen Börsenhändler und die Depotbank entlohnen. Und er zahlt durch die Beeinflussung des Marktes. Denn wenn der Fonds Aktien im größeren Stil erwirbt, klettern die Börsenpreise. Seine weiteren Käufe muß er dann zum höheren Kurs durchführen. Je größer das Fondsvolumen und je kleiner die Werte, in die der Fonds investiert, um so größer ist dieser Effekt. "Bei einem Fonds für kleine und mittlere Aktien kann das bis zu einem Prozent Rendite im Jahr kosten", schätzt Martin Podeyn von ITG Europe, das Fonds berät. Anleger tun also gut daran, im Zweifel einen nicht zu großen Fonds zu wählen.

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