Bundesbank trocknet Flutgeld : Bei einem Bürger wurde eine Million Euro nass
Es ist für die Bundesbank ein ganz außergewöhnlicher Fall: So viel nass gewordenes und verschmutztes Bargeld wie aus der Flutkatastrophe im Ahrtal hat sie noch nie bearbeiten müssen. Von Juli 2021 bis Ende Januar 2022 hat sie Scheine und Münzen im Wert von mehr als 100 Millionen Euro entgegengenommen und erstattet. Wenn von einem Schein noch mehr als 50 Prozent übrig waren, gab es den Wert in anderen Banknoten zurück. „Das hat alles in den Schatten gestellt, was wir bisher an ähnlichen Fällen etwa in Ostdeutschland oder in Bayern hatten“, sagte Bundesbankvorstand Johannes Beermann am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. Gut 1,5 Millionen nasse Banknoten wurden eingereicht, ein Teil war zusätzlich mit Öl und Dreck verunreinigt. Die Zahl war auch deshalb so hoch, weil auch Volksbanken und Sparkassen in der Region mit ihren Tresoren überflutet worden waren. So kamen rund eine Million nasse Banknoten von Banken und 500.000 von Privaten.

