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Krisenwährung Gold : Die Flucht vor dem Negativzins

Auch Notenbanken mögen Goldmetall: Barren der Bundesbank Bild: AFP

Wenn die Anleger mit Anleihen Geld verlieren, dienen andere Vermögenswerte als Fluchtort. Das gilt besonders für das Edelmetall.

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          Es gibt zwei Charts, die seit Anfang Juni nur eine Richtung kennen: steil nach oben. Das ist zum einen der Goldpreis und zum anderen das Volumen an Anleihen mit negativer Rendite. Die Notenbanken treiben mit ihren Kaufprogrammen die Kurse von Staats- und Unternehmensanleihen nach oben und drücken damit die Renditen immer tiefer. Anlegern dienen die Staatsanleihen nur noch sehr eingeschränkt als sicherer Hafen, weil sie für die Titel mehr zahlen müssen, als sie am Ende zurückbekommen.

          Das ist ein Grund, warum der Goldpreis so stark in den vergangenen Wochen gestiegen ist. In Zeiten negativer Zinsen kommt dem Edelmetall immer mehr der Status eines sicheren Hafens zu. Vieles deutet derzeit darauf hin, dass die Entwicklung so weitergehen kann. Denn die Bank von England hat am Donnerstag einen sehr vorsichtigen Ausblick gegeben und weitere Unterstützung signalisiert.

          Die Renditen zehnjähriger britischer Anleihen befinden sich auf Rekordtiefs und nur noch knapp über der Marke von null Prozent. Je länger die Corona-Krise nicht gelöst wird, desto länger werden die Notenbanken am Anleihemarkt eingreifen und die Renditen drücken. Das stärkt Gold als Krisenwährung.

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