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Verdacht falscher Bilanzen : Firmengründer lässt Aufsichtsratsposten bei Grenke ruhen

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Unternehmensgründer Wolfgang Grenke lässt sein Amt als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender ruhen. Bild: dpa

Wolfgang Grenke zieht sich aus dem Gremium zurück, um Interessenkonflikte zu vermeiden. Der Aktienkurs gibt trotzdem nach.

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          Grenke-Gründer Wolfgang Grenke legt sein Aufsichtsratsmandat bei dem von einem britischen Investor attackierten Leasingunternehmen vorerst nieder. Grenke lasse das Mandat mit sofortiger Wirkung ruhen, bis die Vorwürfe hinsichtlich etwaiger Interessenkonflikte vollständig ausgeräumt seien, erklärte das Unternehmen aus Baden-Baden am Montag. Dies gelte auch für seine Aufsichtsratsposten bei der Grenke Bank und der Schweizer Grenkeleasing AG.

          Intern habe die Grenke AG Beratungen zur Neuaufstellung des Franchise-Systems begonnen, hieß es weiter. Der Investor Fraser Perring hat vergangene Woche in einem umfassenden Dokument schwere Anschuldigungen gegenüber Grenke gemacht. Seither steht die im M-Dax gelistete Firma an der Börse massiv unter Druck. Der Aktienkurs, der in der vergangenen Woche zeitweise mehr als die Hälfte verloren hatte, stand auch am Montag unter Druck und büßte zeitweise fast 12 Prozent ein, um sich danach wieder etwas zu erholen.

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