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Auslandsüberweisungen : Fintech fordert Fintechs heraus

Die Gründer des britischen Start-ups Atlantic Money, das preiswerte Auslandsüberweisungen per App anbietet: Neeraj Baid und Patrick Kavanagh. Bild: Atlantic Money

Ein britisches Start-up tritt in den deutschen Markt ein, um günstige Auslandsüberweisungen auch bei höheren Beträgen zu ermöglichen. Doch die Konkurrenz ist groß – nicht zuletzt wegen der EU-Regulierung.

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          Fintechs haben gerade mit Finanzierungen zu kämpfen. Das hält das britische Fintech Atlantic Money aber nicht davon ab, nach Deutschland zu expandieren und andere Fintechs zu attackieren. Atlantic Money, gegründet von Neeraj Baid, einem der ersten Mitarbeiter den amerikanischen Neobroker Robinhood, und dem Deutsch-Amerikaner Patrick Kavanagh, hat es sich auf die Fahnen geschrieben, den Markt für Auslandsüberweisungen aufzurollen. Ein Feld, bei dem etablierte Banken immer noch hohe Gebühren verlangen – zu Unrecht wie Baid und Kavanagh, die eigenen Angaben zufolge auf internationalen Devisenmärkten gearbeitet haben, argumentieren, da große Institutionen mittels direkter Kooperationen Geld „beinahe zum Nulltarif“ um die Welt bewegten.

          Archibald Preuschat
          Redakteur in der Wirtschaft

          Das haben vor Atlantic Money bereits andere Fintechs, wie Wise, aber auch etablierte Anbieter dieser speziellen Finanzdienstleistung wie Western Union erkannt. Das britische Start-up will sie dennoch unterbieten, was sich insbesondere bei höheren Überweisungsbeträgen ändern soll. Denn anders als bei den Wettbewerbern deckelt Atlantic Money die Überweisungsgebühr unabhängig vom Überweisungsbetrag, dessen Obergrenze auf 100.000 Euro gedeckelt ist, auf 3 Euro pro Transaktion. Nach einer Erhebung des britischen Start-ups lassen sich bei einer Überweisung von 100.000 Euro so mehrere hundert in der Spitze sogar bis 2700 Euro an Gebühren einsparen.

          Einen Markt sehen die Gründer bei Menschen, die im Ausland leben und ihr Gehalt in Deutschland erhalten, eine größere Anschaffung im Ausland tätigen, etwa ein Auto oder eine Wohnung, Studiengebühren bezahlen müssen, oder Familie im Ausland haben. Bevor die App des Start-ups, das in der EU durch die Belgische Nationalbank lizenziert ist, für den Höchstbetrag genutzt werden kann, sind einige Identitätsüberprüfungen der Nutzer notwendig, um Geldwäsche vorzubeugen. Neben Wise und Western Union hat Atlantic Money aber noch einen weiteren Konkurrenten: die Sepa-Überweisung, die Banken aufgrund der Regulierung innerhalb Europas günstig anbieten müssen und die Transaktion in einem Bankarbeitstag abwickelt. Atlantic Money benötigt zwei Tage, außer der Kunde zahlt extra – 0,05 Euro je 1000 Euro Überweisungsbetrag.

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