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Finanzplatz Frankfurt : Warten auf die große Brexit-Party

Lichtblick für Frankfurt: Die Bürotürme der Stadt sind nach wie vor begehrt. Bild: Bloomberg

Die Euphorie um Zuzügler ist am Finanzplatz Frankfurt erst mal verflogen. Schuld daran ist das endlose Hin und Her.

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          Die Rückkehr nach London führte Stephan Schneider noch mal vor Augen, was er an Frankfurt hat. Mitten in der Rush Hour fuhr der Mitarbeiter der Deutschen Bank vor einigen Tagen vom City-Flughafen der britischen Metropole in die Innenstadt. „Eigentlich unzumutbar“, nennt er den Zustand in der U-Bahn der Großstadt zur Hauptverkehrszeit: „Viel zu voll, viel zu eng, ein Albtraum“.

          Daniel Schleidt

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Gut für den 32 Jahre alten Investmentbanker, dass er sich diesem Stress nicht mehr täglich aussetzen muss. Nach fünfeinhalb Jahren bei der Deutschen Bank in London ist Schneider im Januar nach Frankfurt zurückgekehrt – und damit einer der Banker, den es nach dem Brexit-Votum im Juni 2016 von der Themse an den Main verschlagen hat. Politiker und Standortvermarkter in Frankfurt hatten sich seinerzeit erhofft, dass zahlreiche Banker von London nach Hessen umziehen könnten, weil die Finanzhäuser ihr Geschäft mit EU-Kunden nicht mehr so wie bisher aus der britischen Hauptstadt betreiben können, sondern Einheiten und Mitarbeiter an Standorte innerhalb der Union verlegen müssten.

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