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Finanzmarktförderungsgesetz : Von ehrlichen Vorständen und gerechten Kursen

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Mehr Anlegerschutz verspricht das 4. Finanzmarktförderungsgesetz Bild: @cf

Am Mittwoch berät das Kabinett über das 4. Finanzmarktförderungsgesetz. FAZ.NET stellt in einem Dossier vor, was sich ändert.

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          Elf Millionen Aktionäre gibt es mittlerweile in der Bundesrepublik. Das sind zugleich elf Millionen Wähler. Zeit also für die Politiker, sich den Sorgen der Anleger anzunehmen. Und die haben Wut im Bauch über die betrügerischen Machenschaften an der Börse. Egal ob EM.TV mit undurchsichtigen Insidergeschäften oder Metabox mit falsch gemeldeten Großaufträgen.

          Viele Ad-hoc-Meldungen, die eigentlich den Anleger wahrheitsgemäß informieren sollten, haben sich im Nachhinein als Käpt'n-Blaubär-Märchen entpuppt. Das Vertrauen der Investoren ist angekratzt. Mühselig ist es, Schuldige für das Desaster zu finden. Schließlich haben die Deutsche Börse, die Banken, die Unternehmen, Analysten, Journalisten und nicht zuletzt auch die Anleger den Hype mitgemacht.

          Nachdem die Blase geplatzt ist, hilft jetzt nur noch eins: Ähnliche Verfehlungen künftig ausschließen. Auch im Aktienland USA musste Präsident Roosevelt in den 30er Jahren erst neue Gesetze erlassen, bevor die Bürger, die sich während des Börsen-Crashs 1929 von den Investmenthäusern geprellt fühlten, ihr Geld wieder an die Wall Street brachten.

          Dies will die Bundesregierung nun mit dem Vierten Finanzmarktförderungsgesetz ebenfalls erreichen. Erklärtes Ziel ist ein verbesserter Anlegerschutz, der den Finanzplatz Deutschland fördert. Mit den Anschlägen vom 11. September wurde der ursprüngliche Referentenentwurf noch um die Maßnahmen gegen Geldwäsche erweitert.

          Am Mittwoch hat das Kabinett den Gesetzesentwurf, der immerhin 412 Seiten umfasst, gebilligt. Ab Mai oder Juni sollen dann die neuen Regeln gelten. Geht es nach den Wünschen der Regierung, sollen künftig Kursmanipulationen härter bestraft werden. Auch Insiderhandel und falsche Ad-hoc-Mitteilungen dürfen nicht mehr als Kavaliersdelikt durchgehen, sondern die Schuldigen hinter Gitter bringen. „Dann muss Schröder aber erst einmal neue Gefängnisse bauen“, bringt ein Händler die Unzufriedenheit über die derzeit nicht bestraften Manipulationen auf den Punkt. FAZ.NET stellt in einem Dossier die wichtigsten Neuerungen vor und zeigt, was sie für den Anleger bedeuten.

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