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Hohe Kosten für 5G-Lizenzen : Vodafone kürzt die Dividende

  • Aktualisiert am

Die hohen Kosten für 5G-Lizenzen machen Vodafone zu schaffen. Bild: AFP

Der Telekommunikationskonzern Vodafone war bislang einer der größten Dividendenzahler in Großbritannien. Aktionäre müssen jetzt umdenken.

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          Der britische Telekommunikationskonzern Vodafone kappt wegen hoher Kosten für das ultraschnelle Internet und eines verschärften Preiswettkampfs in Spanien und Italien die Dividende. Der Ausbau der 5G-Funklizenzen verschlinge viel Geld und schränke den finanziellen Spielraum ein, sagte Firmenchef Nick Read am Dienstag.

          Die Entscheidung zur Kürzung der Ausschüttung für die Anleger sei ihm nicht leicht gefallen, aber das Unternehmen müsse Schulden reduzieren und brauche Geld für Investitionen. Die Aktionäre des weltweit zweitgrößten Telekommunikationskonzerns sollen für das im März abgelaufene Geschäftsjahr 2018/19 neun Euro-Cent je Aktie erhalten nach 15,07 Cent vor Jahresfrist. Vodafone war bislang einer der größten Dividendenzahler in Großbritannien.

          Vodafone bewirbt sich derzeit zusammen mit der Deutschen Telekom, Telefonica Deutschland und der United-Internet-Tochter Drillisch um die 5G-Frequenzen für das ultraschnelle Internet in Deutschland. Die Gebote bei der seit März laufenden Auktion summieren sich auf 5,8 Milliarden Euro. In Italien hatte die 5G-Versteigerung am Ende 6,6 Milliarden Euro eingebracht, allein Vodafone muss davon 2,4 Milliarden Euro stemmen. Mit dem Erwerb der Funklizenzen sind hohe Auflagen für den Netzausbau verbunden, für die die Unternehmen weitere Milliarden benötigen werden.

          Im vergangenen Geschäftsjahr ging der Umsatz der Briten um 6,2 Prozent auf 43,7 Milliarden Euro zurück. Unter dem Strich stand ein Verlust von 7,6 Milliarden Euro nach einem Gewinn von 2,8 Milliarden Euro. Grund dafür waren nach Angaben von Vodafone vor allem Verluste beim Verkauf einer Sparte in Indien. Im kommenden Geschäftsjahr 2019/20 soll das organische Ergebnis - berechnet nach den neuen Rechnungslegungsvorschriften - bei 13,8 bis 14,2 Milliarden Euro liegen.

          Geld in die Kasse spült Vodafone auch der Verkauf des Neuseeland-Geschäfts. Ein Konsortium um den neuseeländischen Investor Infratil und den kanadischen Vermögensverwalter Brookfield übernehmen die Sparte für knapp zwei Milliarden Euro. Vodafone will sich aus Ländern wie Australien und Neuseeland zurückziehen und sich auf das Europa-Geschäft fokussieren.

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