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Zins-Hoffnung : Ende der Negativzinsen in Sicht

Im Juli könnte die Europäische Zentralbank (EZB) zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren die Zinsen erhöhen. Bild: dpa

Die Ära der Negativzinsen scheint sich ihrem Ende zuzuneigen. Endlich!

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          Das wurde Zeit! Seit im Jahre 2014 der damalige EZB-Präsident Mario Draghi Negativzinsen für Banken eingeführt hat, geistert dieses Phänomen herum. Draghi hatte damals gesagt, diese Zinsen seien für die „Banken, nicht für die Leute“. Das hielt die Banken nicht davon ab, auch für ihre Kunden Negativzinsen, Verwahrentgelte und Guthabengebühren einzuführen. Anfangs nur für sehr große Guthaben, doch die Freibeträge sanken immer weiter.

          Geld zu zahlen dafür, dass man sein Erspartes der Bank für einige Zeit überlässt, damit diese damit arbeiten kann – daran konnten und wollten sich die Sparer nicht gewöhnen. Es ist deshalb gut, wenn die Ära der Negativzinsen sich jetzt dem Ende zuneigt. Die ersten Lockerungen bei den Freibeträgen sind da; wenn die EZB ihre Zinsen anhebt, werden allein schon durch die Bindung vieler Verwahrentgelte an den EZB-Zinssatz weitere Erleichterungen folgen. Die beste aller möglichen Welten bleibt für Sparer gleichwohl weit entfernt: Die Realzinsen, also die Sparzinsen nach Abzug der Inflation, dürften weiter ein negatives Vorzeichen haben.

          Christian Siedenbiedel
          Redakteur in der Wirtschaft.

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