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Kommentar : Wirecard muss liefern

Die Wirecard-Aktie steht seit Wochen im Anlegerfokus. Bild: Reuters

Der Zahlungsdienstleister Wirecard strapaziert die Geduld der Anleger. Die Kommunikation mit der Öffentlichkeit muss endlich dem entsprechen, was von einem Dax-Wert erwartet werden kann.

          Der Zahlungsdienstleister Wirecard strapaziert die Geduld der Anleger. Denn der Untersuchungsbericht einer Wirtschaftskanzlei zu möglichen Bilanzmanipulationen in der Niederlassung Singapur lässt weiter auf sich warten. Da hilft es wenig, wenn Vorstandschef Markus Braun gebetsmühlenartig wiederholt, an den Vorwürfen sei nichts dran und der Bericht werde das bestätigen.

          Schon seit Wochen kündigt er eine baldige Veröffentlichung an. Mag sein, dass die Kanzlei sich Zeit lässt, um zu zeigen, dass sie nicht unter Zeitdruck steht. Dafür spricht auch eine sehr genaue Prüfung, nachdem der Wirecard-Aktienkurs dramatisch eingebrochen ist. Trotzdem muss Wirecard eine wichtige Lehre aus der Vertrauenskrise ziehen: Die Kommunikation mit der Öffentlichkeit muss endlich dem entsprechen, was von einem Dax-Wert erwartet werden kann. Hier muss Wirecard liefern. Die Nachricht von der Beurlaubung des verdächtigen Mitarbeiters in Singapur hat in dem an sich schon nervösen Wirecard-Handel einige Anleger zusätzlich beunruhigt. Wirecard-Chef Braun spricht von einem „völlig normalen Prozess“. Doch völlig normal ist die Lage bei Wirecard sicher nicht.

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