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Nach F.A.Z.-Bericht : Wirecard macht Boden gut

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Die Firmenzentrale von Wirecard im bayerischen Aschheim Bild: dpa

Der Kursturbulenzen der Wirecard-Aktie gehen weiter: Am Donnerstag überwiegen die Käufer – auch aufgrund eines Berichts der F.A.Z.

          Der Wirbel um den deutschen Zahlungsdienstleister Wirecard geht weiter: Nachdem der Aktienkurs am Dienstag und Mittwoch um 10 Prozent gefallen war, ist er an diesem Donnerstag im Handelsverlauf um bis zu 11 Prozent gestiegen. Grund für die Aufwärtsbewegung ist zumal, dass nach einem Bericht der F.A.Z. der Staatsanwaltschaft München eine Zeugenaussage vorliegt, wonach mindestens eine Person im Vorhinein Kenntnis hatte, wann die „Financial Times“ kritische Berichte über Wirecard publizieren würde. Die Berichte der britischen Zeitung hatten die Kurskapriolen unlängst ausgelöst.

          Gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg wies die „Financial Times“ (FT) die Darstellung zurück. Die im F.A.Z.-Artikel erwähnte Person sei von keinem Journalisten oder Angestellten der FT informiert worden, erklärte laut Bloomberg eine Pressesprecherin der Zeitung per E-Mail. „Jegliche Vorwürfe der Marktmanipulation gegen die FT, oder ihre Reporter oder Mitarbeiter, sind falsch und ein Deckmantel, der die schwerwiegenden Vorwürfe verschleiert, dass die Wirecard-Mitarbeiter in Singapur Bilanzfälschung begangen haben", zitiert Bloomberg die FT.  Sprecher von Wirecard und der Staatsanwaltschaft München
          wollten keinen Kommentar abgeben.

          WIRECARD

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          Dass negative Berichte über Wirecard aus Kreisen um Leerverkäufer, die auf fallende Aktienkurse setzen, lanciert werden, war in der Vergangenheit mehrfach schon geschehen. Im Jahr 2008 waren etwa führende Mitarbeiter der „Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre“ (SdK) darin verstrickt. Die Vergehen wurden später mit Haft- und Geldstrafen geahndet.

          2016 hatte ebenfalls die „Financial Times“ einer kritischen Studie zu Publizität verholfen, die Wirecard unter anderem Betrug und Geldwäsche vorwarf. Gegen den Herausgeber der Studie hat die Staatsanwaltschaft München im Dezember deswegen ein Ordnungsgeld beantragt.

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