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Investitionen steigen : Deutsche Start-ups auf dem Vormarsch

Krebsforschung in den Labors des Mainzer Biotech-Unternehmens Biontech: Es ist nur eines von vielen deutschen Start-ups, die momentan mehr Investitionen erhalten. Bild: Georg Banek

Deutsche Start-ups hatten es lange schwer, ihr Wachstum mit Hilfe von Investoren zu finanzieren. Doch langsam wendet sich das Blatt zugunsten der jungen Unternehmen.

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          Die Geschäftsfelder von N26, Celonis und Biontech könnten kaum unterschiedlicher sein. N26 bietet Bankgeschäfte über das Smartphone an, Celonis entwickelt Software für die Prozessoptimierung, und Biontech forscht an individualisierten Krebstherapien. Und doch haben sie eines gemeinsam: Die drei jungen deutschen Unternehmen haben im vergangenen Jahr so viel Wagniskapital eingesammelt wie kaum ein anderes Unternehmen in Europa – jeweils zwischen 260 und 290 Millionen Euro. Damit stellen sie den Löwenanteil eines Rekordwerts: 3,2 Milliarden Euro haben Wagniskapitalgeber nach am Dienstag vorgelegten Zahlen des Datenanbieters Refinitiv im vergangenen Jahr in deutsche Start-ups investiert – so viel wie nie zuvor.

          Tim  Kanning

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Klaus Max Smolka

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Gegenüber dem Vorjahr ist das eine Steigerung um 38 Prozent. Noch im Jahr 2016 war nicht einmal halb so viel Wagniskapital investiert worden. Und in den Jahren vor 2014 war jeweils deutlich weniger als 1 Milliarde Euro Venture Capital in junge Unternehmen gesteckt worden. Nennenswerte Ausschläge nach oben hatte es zuletzt um die Jahrtausendwende gegeben; also kurz vor dem Platzen der Dotcom-Blase. Das rekordhohe Investitionsvolumen des vergangenen Jahres wurde sogar durch eine geringere Zahl von Transaktionen erreicht. Diese ging laut Refintiv von 201 auf 181 zurück, so dass in den einzelnen Finanzierungsrunden mehr Geld geflossen ist. Carl-Johan von Uexküll, bei Refinitiv Geschäftsführer für Deutschland und die Schweiz, wertet dies als großartiges Zeichen. Dadurch werde das Start-up-Geschäft in Deutschland angekurbelt. Er zeigt sich auch für das laufende Jahr optimistisch: „Wenn sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin verbessern, gibt es keinen Grund, warum die Anzahl der Transaktionen im Jahr 2020 nicht zunehmen sollte.“

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