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Niederländische Börse : Generationswechsel in Amsterdam

Radfahren in Den Haag – vorbei an der Zentrale von Shell, lange ein führendes Unternehmen des niederländischen Leitindex AEX. Bild: Imago

Erstmals hat der Leitindex der niederländischen Börse die Marke von 800 übersprungen – trotz politischer Unsicherheiten. Es findet ein Generationswechsel statt, von den traditionellen Unternehmen wie Shell hin zu Hochtechnologieanbietern.

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          Der repräsentative Bau im niederländischen Neorenaissancestil ist mit Zäunen abgesperrt, ein Flügel noch von einem Gerüst verdeckt. Das Backsteinbauwerk aus dem Jahr 1917 genießt Denkmalschutz, wird aber gerade technisch auf den neuesten Stand gebracht. Seit vier Jahren werkeln Bauarbeiter an und in dem historischen Teil der Shell-Zentrale in Den Haag. Nach momentanem Zeitplan sind die Arbeiten im ersten Quartal kommenden Jahres abgeschlossen. Natürlich soll das Gebäude auch energieeffizienter sein.

          Klaus Max Smolka
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Nicht nur die historische Zentrale, der ganze Konzern durchläuft einen Umbau. Shell ist wirtschaftlich wie gesellschaftlich in Bedrängnis. Das Jahr 2020 war hart: Der Ölpreis sackte in den Monaten der Corona-Lockdowns ab, der Aktienkurs ebenso. Das Unternehmen strich Stellen und senkte zum ersten Mal nach dem Zweiten Weltkrieg die Dividende – dies für einen Anteilsschein, der, wie früher etwa RWE in Deutschland, als klassisches Dividendenpapier auch für den langfristig orientierten Privatanleger galt. Inzwischen hat sich die Lage etwas beruhigt: Shell steigert die Gewinnbeteiligung – über wieder leicht erhöhte Dividenden und Aktienrückkäufe. Doch die Dividende wie auch der Aktienkurs sind noch weit vom Vorkrisenniveau entfernt.

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