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Schmuck als Geldanlage : Diamanten für Jedermann

Dies ist ein echter Diamant: Das wertvolle Stück des Herstellers Alrosa ist von einem Kunstprodukt kaum zu unterscheiden. Bild: Reuters

Diamanten müssen nicht teuer sein. Die günstigsten Stücke kommen aus chinesischen Laboren und können eine vernünftige Geldanlage sein. Oder doch nicht?

          3 Min.

          Es gab einmal eine Zeit, in der jeder Diamant etwas Besonderes war. Entstanden vor Millionen von Jahren, gewachsen in der Tiefe der Erde, mühevoll gefördert und hervorragend geschliffen, war jeder Diamant ein ebenso einzigartiges wie teures Naturprodukt. Als Inbegriff von Liebe und Luxus haben vor allem Frauen Diamanten schätzen gelernt, als Schmuckstück zur Verlobung oder zu Weihnachten oder als ewige Geldanlage. Doch die Zeiten ändern sich. Heute müssen Diamanten nicht mehr ein Vermögen kosten, sondern sind für relativ wenig Geld zu haben. Jedenfalls dann, wenn sie nicht von Mutter Natur kommen, sondern in einem Labor künstlich erzeugt werden.

          Thomas Klemm

          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Sogenannte synthetische Diamanten gibt es schon seit den fünfziger Jahren. Hergestellt werden sie in verschiedenen Verfahren. Zum Beispiel, indem Mikrowellenstrahlen, Methan und andere Gase unter großer Hitze und hohem Druck auf einen Mini-Diamanten herabrieseln und ihn schichtweise vergrößern. Eine ganze Weile wurden solche Diamanten nur für die Industrie produziert: zum Schneiden, Schleifen oder um sie zu Halbleitern zu verarbeiten. Inzwischen werden die künstlichen Diamanten auch als Schmuckstücke verkauft, sogar von renommierten Händlern.

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