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Grüne Finanzanlagen : Die schwierige Bewertung der Klimarisiken

Ökologie und Finanzen: Klimaprotest vor der Frankfurter EZB im Mai Bild: EPA

Banken, Fonds und Versicherer wollen nachhaltig sein. Doch keiner weiß genau, was darunterfallen soll. Aufseher und Finanzbranche rätseln noch über die Kosten des Klimawandels.

          4 Min.

          Es ist ein Fehler, die Nachhaltigkeit von Finanzanlagen als Modethema zu unterschätzen. Da mag die Werbetrommel, die Vermögensverwalter und andere Finanzdienstleister rund um Umwelt, soziale Verantwortung oder gute Unternehmensführung drehen, noch so nerven. Um die Nachhaltigkeit, die am Finanzmarkt nach den englischen Begriffen Environmental, Social und Corporate Governance mit ESG abgekürzt wird, kommt keiner mehr herum.

          Markus Frühauf

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Dafür ist nicht nur der EU-Aktionsplan für einen nachhaltigen Finanzmarkt verantwortlich, aber er verschärft natürlich den Druck. Fest steht, der Klimawandel verursacht ökonomische Schäden, und diese müssen in den Bilanzen und im Risikomanagement berücksichtigt werden. Die Richtung ist klar, doch an den Details scheiden sich die Geister. So tut sich die EU-Kommission noch immer schwer, die Kriterien für Nachhaltigkeit festzulegen. Auch ihre Schätzung aus dem vergangenen Jahr, wonach jährliche Investitionen von 180 Milliarden Euro nötig sind, um bis zum Jahr 2030 eine Senkung der Treibhausgasemissionen um 40 Prozent zu erreichen, erscheinen heute überholt.

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