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Geldpolitik : Wie die EZB Banken bei den Negativzinsen unterstützen kann

Durch das sogenannte „Schweizer Modell“ könnten deutsche Banken am ehesten profitieren. Bild: dpa

Am Donnerstag könnte die EZB eine Staffelung der Zinsen für Einlagen bei der Notenbank beschließen. Das Modell dafür, das als am wahrscheinlichsten gilt, wäre nicht schlecht für Deutschland.

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          Drei Modelle sind in den vergangenen Monaten diskutiert worden, wie die Europäische Zentralbank (EZB) die Banken etwas entlasten könnte, wenn sie jetzt am Donnerstag den Zinssatz für Einlagen bei der Notenbank weiter ins Negative senkt. Zumindest an den Finanzmärkten wird inzwischen eines der Modelle für am wahrscheinlichsten gehalten. Es heißt das „Schweizer Modell“ – in Abgrenzung zum „Modell Dänemark“ und „Modell Japan“.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Hanno Mußler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Was steckt dahinter? Die Schweiz, Dänemark und Japan haben schon länger Regelungen, mit denen sie die Belastung der Banken durch Negativzinsen staffeln. In der Schweiz orientieren sich die Freibeträge an der Mindestreserve des jeweiligen Instituts. Sie betragen, stark vereinfacht, das Zwanzigfache der Mindestreserve, mindestens aber 10 Millionen Franken. Damit sind die Negativzinsen in der Schweiz mit 0,75 Prozent härter als im Euroraum – aber die Bemessungsgrundlage ist großzügiger.

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