https://www.faz.net/-gv6-a4kxz

Börse in Amsterdam : Das unterschätzte Parkett

Schön anzusehen: die Börse in Amsterdam Bild: Reuters

Am niederländischen Börsenplatz ist in diesem Jahr viel los. Völlig zu Unrecht wird er oftmals wenig beachtet als seine europäischen Brüder. Warum sich ein Blick lohnt.

          3 Min.

          Ein früherer staatlicher Monopolist, der im Visier von Finanzinvestoren sein soll. Ein Kaffeeanbieter, der mit einem milliardenschweren Börsengang mitten in der ersten Welle der Corona-Krise die IPO-Flaute bricht. Ein Mischkonzern, der weltbekannte Haushaltsprodukte wie Bügeleisen und Staubsauger anbietet, aber sich von dieser Sparte trennt. Und ein Technikkonzern, der zum viertschwersten Unternehmen der Eurozone aufgestiegen ist: Die Unternehmen an der Börse Amsterdam liefern in diesem Jahr jede Menge Nachrichten – während der Börsenplatz international erstaunlich wenig beachtet wird.

          Klaus Max Smolka

          Redakteur in der Wirtschaft.

          KPN, JDE Peet’s, Philips und ASML: Das sind die Namen der Unternehmen, welche den Nachrichtenstrom anschwellen lassen. Der aktuellste Aufreger kommt von KPN, nachdem der Finanzinformationsdienst Bloomberg berichtete, das Private-Equity-Haus EQT erwäge, für die größte niederländische Telekomgesellschaft zu bieten – was mit rund 10 Milliarden Euro Volumen die größte Transaktion des skandinavischen Private-Equity-Hauses wäre. Die Überlegungen seien in einem frühen Stadium. Am Markt ist über die Angelegenheit wenig zu hören, über mandatierte Banken und andere Berater etwa ist noch nichts durchgesickert. Der Markt hält einen solchen Schritt offenbar nicht für ausgeschlossen, denn der KPN-Aktienkurs sprang nicht nur wie in solchen Fällen üblich sofort in die Höhe. Er hat seitdem auch vergleichsweise wenig nachgegeben und steht deutlich über dem Niveau von vor dem Bericht aus der vorvergangenen Woche.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            im F.A.Z. Digitalpaket

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Machtwechsel in Amerika : Trumps kalkuliertes Ende

          Der scheidende Präsident kapituliert scheibchenweise. Es geht ihm um seinen künftigen Einfluss – und um viel Geld. Scheitert sein diabolischer Plan nun an der dilettantischen Ausführung?

          Messerschärfer im Test : Einfach mal schleifen lassen

          Messer müssen regelmäßig geschärft werden. Dabei müssen einige Regeln beachtet werden. Wem die Handarbeit zu mühsam ist, lässt sich am besten von elektrischen Messerschärfern helfen. Wie etwa dem von Wüsthof.