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Wertpapiere gegen Klimawandel : Zehn Antworten zur Öko-Bundesanleihe

Die Bundesanleihe soll den Klimawandel fördern, zum Beispiel mit Windkraft statt Kohleenergie. Bild: dpa

Die Bundesregierung gibt zum ersten Mal eine zehnjährige Öko-Anleihe heraus. Können Anleger damit Geld verdienen und das Klima retten? Die Antworten auf die wichtigsten Fragen.

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          „Grüne Anleihen“ sind für viele Anleger noch gewöhnungsbedürftig. Dazu stellen sich viele Fragen nach Sinn, Zweck und Nutzen für Anleger. Hier einige Antworten.

          Thomas Klemm

          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Was macht eine grüne Anleihe aus?

          Im Prinzip sind grüne Anleihen, die in der Finanzbranche Green Bonds genannt werden, wie herkömmliche Anleihen. Struktur, Risiko und Rendite sind vergleichbar. Der große Unterschied liegt darin, dass grüne Anleihen zweckgebunden sind: Das Geld, das damit erlöst wird, muss für ökologische Vorhaben verwendet werden. Dies ist vor allem in den „Green Bond Principles“ des Branchenverbandes ICMA festgelegt. Darin heißt es, die Anleihe-Erlöse sollten „exklusiv grüne Projekte ganz oder teilweise finanzieren oder refinanzieren“. Solche Projekte können dazu dienen, die Elektromobilität zu fördern, den Energieverbrauch zu senken oder Windkraftanlagen zu bauen. Die Emittenten von Öko-Anleihen sind zudem gehalten, den Anlegern regelmäßig über die Projekte und ihre nachhaltige Wirkung zu berichten. Experten raten, dass Anleger nicht nur auf die zu finanzierenden Projekte blicken sollten, sondern auch darauf, ob der Emittent grundsätzlich nachhaltig wirtschaftet. Daran scheiden sich oft die Geister: So fördert der französische Staat die Atomkraft, weil sie nach seinem Verständnis grün ist.

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