https://www.faz.net/-gv6-9nsn2

Edelmetall : Warum steigt der Goldpreis?

Ein Minenarbeiter in Kibali hält einen 22 Kilo schweren Goldbarren in den Händen – dieser ist circa 800.000 Dollar wert. Bild: Bloomberg

Lange hatte der Preis des Goldes vor sich hin gedümpelt. Weder Krisen konnten ihn beeindrucken noch die Aussicht auf niedrige Zinsen für lange Zeit. Wieso ist es jetzt anders?

          3 Min.

          Goldfans hatten es in diesem Jahr bislang nicht leicht. Obwohl viele Banken zum Jahreswechsel schon aufgrund der vielfältigen politischen und ökonomischen Risiken ein „Jahr des Goldes“ ausrufen wollten, zeigte der Goldpreis bis vor kurzem ein erstaunliches Beharrungsvermögen in eher tieferen Regionen. Der Goldpreis dümpelte vor sich hin. Über die Grenze von 1300 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) kam er zuletzt nie längere Zeit.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Selbst mittelschwere Krisen beispielsweise am Golf und die Aussicht auf sehr niedrige Zinsen der Notenbanken für lange Zeit, sonst immer ein zuverlässiger Grund für einen Anstieg des Goldpreises, bewegten ihn kaum. Noch in der letzten Maiwoche stand der Goldpreis sogar tiefer als zum Jahresbeginn. Ein Investment in das glänzende Edelmetall schien sich 2019 nicht zu lohnen. Und das, obwohl niemand Geringeres als Goldman Sachs, die wohl mächtigste Investmentbank der Welt, einen Anstieg des Goldpreises bis zum Jahresende auf immerhin 1425 Dollar vorhergesagt hatte.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Kurdisches Fahnenmeer: Demonstranten am Samstag in Köln

          Türken-Kurden-Konflikt : Kurz vor der Explosion

          Der Krieg in Nordsyrien führt auch in Deutschland zu handfesten Auseinandersetzungen zwischen türkischen und kurdischen Migranten. Das könnte erst der Anfang sein.