https://www.faz.net/-gv6-9qwqo

Unternehmen verlassen Handel : Die Börse als Geldquelle? Nein, danke!

Das digitale Zeitalter läutete die Frankfurter Börse im Jahr 1969 ein. Bild: Jana Mai

Immer mehr Unternehmen geben ihre Börsennotierung auf. Grund dafür sind günstigere und einfachere Alternativen, den Konzern zu finanzieren. Für Privatanleger ist das ein schlechtes Zeichen.

          4 Min.

          Die Zahl der börsennotierten Aktiengesellschaften in Deutschland sinkt. 454 Unternehmen zählt die Deutsche Börse Anfang August noch in ihren Bereichen Prime und General Standard. Die Weltbank verzeichnet in ihrer Statistik auf vergleichbarer Datenbasis für Deutschland im Jahr 2007 noch 761 börsennotierte Unternehmen und Ende 2018 dann 465 Unternehmen. Ein Rückgang um drastische 40 Prozent. Die Zahlen nähern sich historischen Tiefpunkten, wie sie in den 1980er Jahren in Westdeutschland erreicht wurden.

          Daniel Mohr

          Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Woche.

          Warum ist das so? Viel hat mit dem Niedrigzinsumfeld zu tun. Kredite sind für Unternehmen so billig wie nie. Sie können sich ausreichend finanzieren, ohne den lästigen Weg an die Öffentlichkeit gehen zu müssen und an der Börse um das Geld der Anleger zu werben.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow im September bei der Kartoffelernte in Heichelheim.

          Linkspartei in Thüringen : Ganz anders als gedacht

          In Thüringen führt Bodo Ramelow seit fünf Jahren die erste rot-rot-grüne Regierung. Am Sonntag will er wiedergewählt werden. Selbst ohne eigene Mehrheit könnte er im Amt bleiben.
          Mario Draghi und seine Nachfolgerin Christine Lagarde.

          Wechsel an der EZB-Spitze : Draghi und die Deutschen

          Nirgendwo ist EZB-Präsident Mario Draghi, der am 31. Oktober abtritt, auf so viel Protest gestoßen wie in Deutschland. Am Ende hat er die Macht der Europäischen Zentralbank überdehnt. Eine Bilanz.