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Europas Kreditinstitute : Warum geht’s unseren Banken so schlecht?

  • -Aktualisiert am

Frankfurter Banken-Dämmerung: Die Europäische Zentralbank macht den Geldinstituten das Leben schwer. Bild: Setzer

Amerikas Banken stehen blendend da. In Europa herrscht auch zehn Jahre nach Ausbruch der globalen Finanzkrise noch Tristesse. Das müsste nicht so sein.

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          Zehn Jahre nach Ausbruch der globalen Finanzkrise haben sich die Banken im Eurogebiet noch nicht erholt. Der Euro Stoxx Financials Index liegt nur 40 Prozent über seinem Tiefpunkt im März 2009, weit unter dem Vorkrisenniveau. Hingegen ist in den Vereinigten Staaten der S&P-Finanzindex um 320 Prozent angestiegen.

          Das liegt an einer verfehlten Geld- und Regulierungspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) im Vergleich zur amerikanischen Notenbank Federal Reserve (Fed). Die Fed senkte den Leitzins schneller als die EZB und hat die Bilanz schneller durch den Ankauf von Wertpapieren ausgeweitet. Auch der Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik kam früher. Seit Ende 2015 hebt die Fed langsam die Leitzinsen wieder an, zuletzt auf 2,25 bis 2,5 Prozent. Das Bilanzvolumen wird vorsichtig reduziert, so dass die langfristigen Zinsen wieder gestiegen sind. Die Fed verzinst seit 2008 die durch die Wertpapierkäufe entstandenen hohen Einlagen der Banken.

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