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Geldanlage in Aktien : BMW-Aktie könnte es 2019 schwer haben

  • Aktualisiert am

Produktion des BMW i8 Werk Leipzig Bild: dpa

Das Jahr 2018 war nicht das Jahr der deutschen Autohersteller. Die Aktien hatten an der Börse zu kämpfen. In einer neuen Branchenstudie für 2019 kommt nun vor allem eine Autoaktie nicht gut davon.

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          Wer im Börsenjahr 2018 auf Autoaktien gesetzt hatte, musste sich am Ende im Depot mit teilweise deutlichen Verlusten abfinden. Im Jahr 2019 hoffen nun viele Investoren, die Vorjahresverluste vielleicht wieder aufzuholen. Schenkt man den Analysten von JP Morgan Glauben, so dürfte die Autobranche im neuen Jahr vor weiteren Herausforderungen stehen.

          Zwar seien Probleme wie die Umstellung auf das Abgasprüfverfahren WLTP weitgehend überwunden, doch das Marktumfeld bleibe weiter volatil, schreibt jetzt Analyst Jose Asumendi von JPMorgan in einer neuen Branchenstudie.

          Unter den Einzelwerten kommt vor allem ein deutscher Autowert nicht gut davon. Asumendi stufte nun BMW von „Neutral“ auf „Underweight“ ab. Das Kursziel beließ der Analyst bei 75 Euro. Gemäß dieser Einstufung geht JP Morgan demnach davon aus, dass sich der Kurs der BMW-Aktie in den kommenden sechs bis zwölf Monaten schlechter als die Kurse der Autoaktien entwickeln wird.

          Nur die Autohersteller mit der erfolgreichsten Restrukturierungs- und Wachstumsstrategie seien in der Lage, besser abzuschneiden als die Konkurrenz - was JP Morgan eben BMW nicht zutraut. Investoren würden eher zu Aktien wie der von PSA greifen, die ihr Geschäft überzeugender umgestalten. Auch die starke Konkurrenz, wie etwa der Premiumhersteller Audi und Daimler, könne BMW zu schaffen machen.

          Der Analyst sieht das Risiko, dass BMW auch 2019 die betriebliche Marge von 8 bis 10 Prozent nicht erreichen kann. Vor allem Qualitätsprobleme und der Handelsstreit zwischen China und den Vereinigten Staaten hätten den Münchner Konzern im vergangenen Jahr belastet. Da der Autobauer zu den großen Exporteuren von Amerika nach China gehöre, sei BMW von der weiteren Entwicklung im Handelsstreit äußerst abhängig. Unklar bleibe auch, ob die Kosten wieder sinken können.

          BMW ST

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          Der JP-Morgan-Analyst lobt aber die Investitionen, die BMW tätigt. Der Konzern stelle sich insbesondere technologisch gut für die Zukunft auf. Außerdem habe BMW eine solide mittelfristige Strategie, um die CO2-Emissionsziele der Europäischen Union einzuhalten. Obwohl BMW mit der Ankündigung eines Elektro-SUVs rund 14 Monate später als die deutsche Konkurrenz war, erwartet JP Morgan deshalb keine strukturellen Nachteile.

          Ein Faktor könnte nun für einen Einstieg bei der BMW-Aktie als Langfristinvestment sprechen: Die Aktie ist günstig bewertet, das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) beträgt derzeit 6,45, während das aktuelle Dax-KGV 12 beträgt. Damit ist die BMW-Aktie im Vergleich zum Gesamtindex unterbewertet. BMW hat in der Vergangenheit bewiesen, gute Renditen für seine Aktionäre zu erzielen: Wer als Anleger langfristig schon in Autowerte investiert hat, lag aus Sicht der vergangenen zehn Jahre vor allem mit BMW-Aktien richtig. Bei einem Investment von 10.000 Euro im Jahr 2008 steht heute – trotz der schwachen 2018er-Kursentwicklung – ein Depotwert von fast 50.000 Euro zu Buche.

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