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Drohender Niedergang : Die Schweiz aktiviert Notfallplan für ihre Börse

Handelsplatz Zürich:Die Notfallpläne für die Schweizer Börse sind aktiviert. Bild: Reuters

Nestlé, Novartis, Roche oder UBS: Im Handel mit Aktien von Schweizer Großkonzernen kommt die Mehrheit der Kauf- und Verkaufsaufträge aus der EU. Das wird nun ein großes Problem.

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          Die Schweizer Regierung hat am Freitag den Notfallplan aktiviert, der die heimische Börse vor einem drohenden Niedergang schützen soll. Zum Hintergrund: Die EU-Kommission erkennt die Börsenregulierung in der Schweiz nur noch bis Ende 2018 als gleichwertig zu jener in der Europäischen Union an. Eine Verlängerung über das laufende Jahr hinaus hat Brüssel von Fortschritten in den Verhandlungen über das EU-Rahmenabkommen abhängig gemacht, über das man seit fünf Jahren mit der Schweiz verhandelt. Mit diesem Abkommen soll das Verhältnis zwischen der EU und dem Nicht-EU-Mitglied Schweiz, das in mehr als 120 bilateralen Verträgen geregelt ist, auf eine solidere Basis gestellt werden.

          Johannes Ritter

          Korrespondent für Politik und Wirtschaft in der Schweiz.

          Noch hat die EU in Sachen Börsenäquivalenz nichts entschieden. Aber die Signale sind negativ: „Gegenwärtig gibt es nicht genügend Fortschritt in unseren Gesprächen mit den Schweizer Behörden, um die Äquivalenz der Schweizer Börse zu verlängern“, schrieb der EU-Vize-Kommissionspräsident Valdis Dombrowskis dem deutschen Europaabgeordneten Markus Ferber (CSU).

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