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Technische Analyse : Der Butterpreis wird steigen

  • -Aktualisiert am

Die Qual der Wahl: Butter oder doch lieber Margarine? Bild: Picture Alliance

Einer der Hauptgründe, warum der Butterpreis steigen wird, ist, dass er schon ordentlich gestiegen ist. Es handelt sich um einen Trend. Und Trends sind stabil. Auch der Weizenpreis dürfte weiter zulegen.

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          Mit dem ersten Mal verbinden sich hierzulande meistens Assoziationen von einer erstmaligen intensiven körperlichen Annäherung eines weiblichen und eines männlichen Wesens in jungen Jahren. Oder – um nicht bei den Vorgestrigen einsortiert zu werden: Auch die erstmalige Annäherung Menschen jedweder Orientierung zählt dazu. Was angesichts der Faszination dieser Form des ersten Mals viel zu oft völlig untergeht, ist, dass es noch sehr viele andere, manchmal nicht minder spannende, erweckende oder ernüchternde erste Male gibt: Ich denke beispielsweise an meinen ersten Sachsenhäuser „Ebbelwei“. Als von der Sonne verwöhnter Badener übersetzte mein Gaumen den Begriff „Wei“ unangemessenerweise mit „Wein“ und, wie soll man’s schonend schreiben, zunächst entglitten mir die Gesichtszüge, und danach verlor ich scheinbar die Contenance. „Ebbelessisch“ träfe es sehr viel besser.

          Aber auch als Analyst erlebe ich manchmal selbst mit meinen nicht mehr gar so taufrischen Lenzen hin und wieder noch ein erstes Mal. Dann schweift mein Blick über einen Chart, den ich noch nie zuvor analysiert oder gar öffentlich besprochen habe, und identifiziert dies als Missstand, den es zu beheben gilt. Dieses Mal war es der Butterchart. Faszinierenderweise bietet die Chicago Mercantile Exchange (CME) einen Terminkontrakt auf Butter an, der sogar relativ rege gehandelt wird. Um nicht in die oft sehr einseitige Diskussion um den Handel mit Nahrungsmitteln an den Finanzmärkten hineingezogen zu werden, aber auch, um ihr etwas entgegenzusetzen: Es ist klasse, dass beispielsweise eine Molkerei bei fallenden Preisen ihre künftige Produktion an einem regulierten Markt auf Termin verkaufen und sich damit Planungssicherheit verschaffen kann. Gut ist auch, dass sich Kontrahenten finden, die bereit sind, dieses Risiko zu übernehmen.

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